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Erfahrungsbericht zum Umgang mit Suchmaschinen

Erfahrungsbericht zum Umgang mit Suchmaschinen


„69 ½ Millionen Treffer“ lautet die Antwort von Deutschlands beliebtester Suchmaschine „google“, wenn der geneigte User nach einer Suchmaschine für seine speziellen Recherche-Bedürfnissen sucht. So stecke auch ich prompt im nicht enden wollenden Daten-Dschungel des World Wide Web.
„Recherchieren Sie das Thema Suchmaschinen und schreiben Sie einen Bericht“ lautet die zunächst profan klingende Aufgabe unserer Dozentin. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Sie uns tatsächlich etwas Gutes tun wollte. Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Zwei Fragen die ich mir heute nicht zum ersten Mal stelle. Besonders dann, wenn ich inmitten von 69 ½ Millionen Treffern stecke.
Es scheint, dass der User zunächst mal lernen sollte, dass weniger manchmal mehr ist und seine Suche deshalb eingrenzen sollte. Also erinnere ich mich an die vielen Profis bei Wikipedia und lerne dort, dass „eine Suchmaschine ein Programm zur Recherche von Dokumenten die im World Wide Web gespeichert sind, ist. Was ich auch sehr schnell lerne ist, dass eine Suche nicht gleich eine Suche ist. Es gibt zum einen die horizontale Suche. Hierbei werden alle Dokumente gefunden, die mit der Suchanfrage in Verbindung stehen könnten. Das kann dann zu 69 ½ Millionen Treffern führen. Zum anderen gibt es die vertikale Suche, deren Ziel nur die wirklich relevanten Thementreffer sind. Frage ich allerdings die googelsche Horizontale nach der Vertikalen wirft die mir sofort wieder 30 800 Treffer an den Kopf. Also suche ich bei der Vertikalen Suchmaschine für wissenschaftliche Fragen www.scirus.com und tatsächlich reduziert sich das Ergebnis auf 765 Treffer. Vorsorglich weist mich die Suchmaschine darauf hin, dass die wirklich relevanten Daten gerade mal auf 28 Websites verteilt sind. Frohen Mutes klicke ich auf Nummer Eins von 28 und befinde mich sofort mitten im Thema:
„Studien zur Qualitätsmessung bei Suchmaschinen“. Mir schwant Böses und schnell erkenne ich, dass ich auch hier nicht weiter kommen werde. Also verlasse ich die Vertikale und kehre wieder zur Horizontalen zurück.
Ich beschließe das vor wenigen Stunden Gelernte zu nutzen und begebe mich auf die Seite www.suchfibel.de. Dort erfahre ich, dass ich auf über 2700 Suchmaschinen zurück greifen kann. Frage ich zum Gegencheck Google nach der Anzahl von existierenden Suchmaschinen, fordern mich 491 000 Treffer auf, sie anzuklicken. Doch keines der ersten 10 Dokumente beantwortet mir meine Frage.
„So komme ich auch nicht weiter“ denke ich mir und ich kehre zu Wikipedia zurück, das mir beibringt, dass ich mein Suchverhalten ändern muss. Entweder suche ich „navigationsorientiert“ nach Seiten, die ich bereits kenne – so wie ich das mit dem Aufruf von der suchfibel.de gemacht habe. Oder ich klicke wieder zu Google und suche „informationsorientiert“ und erhalte dadurch eine Vielzahl brauchbarer und nicht brauchbarer Quellen. Zu guter letzt könnte ich auch „Transaktionsorientiert“ arbeiten und mich auf Webseiten beschränken, mit denen ich gedenke zu arbeiten. „Habe ich gedenkt?“ rauscht es mir durch den Kopf, als ich Wikipedia spontan zur Rezitationsquelle degradierte? Vermutlich ja: „Mach schnell – Du willst heim“ war wohl der Gedanke. Also greife ich zu meinem mir heute morgen angeeigneten Trumpf unter den Lesezeichen und rufe www.metacrawler.de auf. Eine Suchmaschine, die viele Suchmaschinen bündelt. Ich gebe wieder „Suchmaschinen“ ein und bestaune das Ergebnis. Schlappe 190 Treffer sehe ich vor mir. Aber warum haben viele horizontale Suchmaschinen nur so wenige Treffer, wenn Google allein mit 69 ½ Millionen daher kommt? Ist Metacrawler nun Horizontal oder Vertikal? Ich schau also wieder bei Wikipedia und erfahre, dass Metacrawler Einzelergebnisse kombinieren aber die Qualität der Ergebnisse nicht immer sonderlich toll sind. Klasse – ich habe also wieder kein ordentliches Ergebnis gefunden und entscheide mich für die letzte denkbar Möglichkeit meiner Recherche: www.suchmaschine.de .
14 Sekunden später erfahre ich, dass die Eingabe von „Suchmaschine“ 10 Treffer ergibt. Punkt sechs der Liste verrät unter dem spannenden Namen www.klug-suchen.de, dass sich dort eine Suchmaschinen-Suchmaschine befindet. Spontan beschließe ich dem aufkommenden Wahnsinn ein Ende zu setzen. 800 Einträge listen 1591 Suchmaschinen auf. Ich habe jetzt die Nase voll. Ich bin mir ganz sicher, dass mir keiner der 69 ½ Millionen Treffer einer professionellen Horizontalen alles über Suchmaschinen verraten wird. Andere Suchmaschinen werden die Trefferquote unter- oder überbieten. Wieder andere erklären die Trefferinhalte für null und nichtig. Also beschließe ich ganz anders vorzugehen. Ich lade mir die Informations-Broschüre des Landes NRW über den richtigen Umgang mit Suchmaschinen unter http://www.lfm-nrw.de/downloads/ratgeber-suchmaschinen-sw.pdf runter. 12 Goldene Suchmaschinen-Regeln sollen dem User helfen. Unter Punkt Eins erfahre ich das Wichtigste überhaupt. Nicht nur eine Regel sondern das Fazit unserer Aufgabe für diesen Bericht und die Erfahrung vieler Jahre hoffnungsloser Suche:

Verlassen sie sich nicht auf eine Quelle!
27.2.08 14:11
 



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