herrnilson
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Aus dem Leben gerissen

Aus dem Leben gerissen

Wie eine Bombe, die mit einem lauten Knall das gesellige Leben in tausend St?cke zerrei?t und nichts zur?ck l?sst als eine tiefe und unendlich scheinende Stille, explodiert die traurige Nachricht vom Tod. Fragen t?rmen sich in der Enge des eigenen Ichs und immer wieder: Warum?
Warum habe ich nichts gewusst? Warum hat man mir nichts gesagt? Warum habe ich nichts gesp?rt? Warum konnte ich mich nicht verabschieden? Warum haben wir es nie geschafft? Warum konnten wir uns nicht mehr sprechen? Warum versteht kaum einer den Schmerz?
Einen Schmerz der so tief sitzt, dass er nicht an die Oberfl?che kommen kann. Ein Schmerz, der sich mit Wut und Hass mischt. Ein Schmerz der mit so vielen fr?hlichen Bildern und Gedanken einhergeht. Ein Schmerz der mit der Zeit vergehen wird und irgendwann in Vergessenheit ger?t. In seltenen Momenten wird er dann nochmals auftauchen, als dumpfes und taubes Gef?hl, das es noch immer schafft, Tr?nen in die Augen zu treiben und den Moment von einst noch einmal lebendig werden l?sst.
?Du wei?t von nichts, oder?? ? Noch immer bohrt sich diese Frage wie ein giftiger Pfeil durch mein Gehirn. Noch immer sehe ich Dein Lachen und noch immer warte ich auf Deine Begr??ung. Doch es bleibt still. Noch immer sp?re ich die Schl?ge in meinem Gesicht. Noch immer t?rmt sich die Wut in meinem Bauch und der Wunsch einfach nur weg zu wollen. Noch immer warte ich auf ein einziges nettes Wort. Nun bist Du fort. Was bleibt ist die Stille, Entt?uschung und Wut. Was bleibt, sind die Gedanken und die Bilder vor dem Einschlafen.
Kein Sarg, keine Musik, keine Worte des Pfarrers die helfen Abschied zu nehmen. Es ist einfach nur still und ihr seid nicht mehr da. Vor meinen Augen ein kleines Holzkreuz, das kann es doch nicht sein?! Deine Stimme dringt noch immer durch den Hausflur und Dein Lachen erf?llt die gesamte Wohnung? Dein Gebr?ll, Deine schlechte Laune und die Bauernschl?ue sitzt noch immer tief im Teppich verborgen und kriecht von dort aus langsam und z?h durch meine Erinnerung. Die Zimmer sind leer, die M?bel sind weg. Kein Bild erinnert an Dich ? es ist still. Mein Geist schreit und tobt, doch es kommt keine Antwort. Es bleibt still und dunkel. Es wird auch weiterhin still und dunkel bleiben.
Was bleibt sind Erinnerungen. Erinnerungen an Hochzeiten, Festtage, fr?hliches Gel?chter, Deine Schwangerschaft, das erste Aufeinendertreffen und Deine fr?hlichen dunklen Augen. Erinnerungen an eine Wohnzimmerecke in die mich Dein Faustschlag pr?gelt, Erinnerungen wie Senfgl?ser durch das Zimmer fliegen, eine Fahrt im Auto und immer wieder Deine Faust in meinem Gesicht. Erinnerungen an misslungene Fluchten. Erinnerungen an Gewalt und Deine ma?lose Ignoranz.
Was bleibt ist ?Danke? zu sagen. Was bleibt ist Dir ?Warum? hinterher zu rufen. Dann ist es wieder Still und Dunkel.
Ein japanisch-amerikanischer Freund sagte: ?Der Tod kommt als Baum und hat viele ?ste.? ...auch die Angst kommt als Baum und stellt Fragen: Who?s next?


16.11.05 20:23
 



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