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Partnercheck

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„Beim nächsten Mann wird alles anders“ – Wie oft haben wir alle diesen Satz schon gehört oder gesagt, nur um bei der nächsten Möglichkeit wieder knietief im stinkenden Morast zu stecken. „Was mache ich nur falsch?“ fragen wir uns und die Leid geprüfte Umwelt zum hundertsten Mal. Und immer dann, wenn der Frühling kommt und die Gefühle verrückt spielen, warten die Freunde auf den Moment, in dem sie dich wieder heulend in der Gosse finden. Glücklich derjenige, dessen Freunde nicht zur verdienten Ohrfeige ausholen, sondern die helfende Hand reichen.
Was läuft bei der Partnersuche nur falsch? Ticken wir nicht ganz richtig oder suchen wir uns immer wieder ganz bewusst den größt möglichen Supergau, damit es uns nach einer gewissen Zeit endlich mal wieder so richtig schlecht gehen kann? Bekanntlich funktionieren wir ja alle nach einem Muster dessen Entschlüsselung nur die wenigsten schaffen. Eine psychologische Herausforderung, die dieser Artikel nicht aufgreifen möchte. Allerdings wollen wir Euch ein paar Tipps geben, die helfen sollen, herannahende Katastrophen zu verhindern oder wenigstens den Blick für wesentliche Details schärfen soll, denn wer mit dem Liebsten ein Leben teilen will und dabei auch noch Spaß haben möchte, sollte schon im Vorfeld den einen oder anderen Reibungspunkt eliminieren oder zumindest gewarnt sein.

1. Die Wohungseinrichtung

Über wohnlichen Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte schon in der ersten Nacht ein prüfender Blick durch die Wohnung des Angehimmelten wandern. Steht da etwa eine Eichenschrankwand von Oma, die künftig zum belächelten Blickfang Eurer gemeinsamen Wohnung werden wird? Oder schleppt Dein Schwarm gar selbst gezimmerte Holztruhen an, deren urinsteinfarbene Oberfläche mit Deinem indischen Teppich um die Wette strahlen wird? Was tut sich im Schlafzimmer? Bettest du Deinen Körper in die Teddybärsammlung oder teilst Du die Matratze mit nem Mann, Miez, Mops und diversen Milben? Grinsen die Simpsons aufs teure Doppelbett oder befördert Dich eine Fototapete in entfernte Welten? Wird die teure Muranoglassammlung Dein Herz erfreuen oder denkst Du schon im Vorfeld an die vielen Stunden Staub wischen? Blicke bei allem was Du siehst genau hin und frage Dich, ob Du dieses oder jenes wirklich in Eurer gemeinsamen Wohnung haben möchtest. Wenn die Antwort negativ ausfällt, solltest Du unauffällig ausloten wie wichtig ihm diese Dinge sind. Wenn sie ihm ans Herz gewachsen sind, frage Dich rechtzeitig, ob der tägliche Augenterror nicht doch eines Tages Eure Beziehung vorzeitig beenden wird. Und wer teure Glassammlungen nicht ausstehen kann, sollte sich wenigstens mit dem besten Freund absprechen, damit dieser am Umzugstag die Kiste fallen lässt.

2. Die Schmutztoleranz

Wo Du Dich ja ohnehin gerade durch die neue Wohnung schläfst, kannst Du auch ruhig mal einen Blick ins Spülbecken oder ins Bad werfen? Eine ähnlich gelagerte Schmutztoleranz zu haben gefährdet nämlich nicht den dauerhaften Frieden im gemeinsamen Heim. Es ist nun wirklich nicht jedermanns Sache, wenn permanent ein Heer an abgetrennten Schamhaaren am verölten Badewannenrand kleben. Stehpinkler und Dreckwäscheverteiler sind auch nicht jedermanns Ding. Was sagen die ganzen Wollmäuse zu Dir, wenn Sie Dich durch die Wohnung jagen? Und kannst Du damit leben, dass die Edelstahlspüle unter Kaffeesatzresten und dem fettigen Geschirr der letzten drei Wochen versteckt ist? Man putzt ja schon mal aus Liebe den ganzen Dreck weg, um wenigstens ein Wochenende entspannt in der Küche sitzen zu können. Aber magst Du für den Rest Eures gemeinsamen Lebens die Wohnung putzen, während dein Alter sich auf der Designercouch die Zehennägel schneidet und sich weigert eine Putzfrau anzustellen.


3. Die Lebensmittel

Nicht jeder von uns ist ein Gourmet und die meisten von uns können auch ohne Kaviar und Champagner den Tag überstehen. Aber hast Du schon mal 3 Jahre lang - wöchentlich - Pfälzer Leberwurst und Aldi-Salami gefressen? Kannst Du Dir vorstellen, dass Dein Kühlschrank Dir den Dienst verweigert, wenn er noch einmal den billigen Briekäs vom Lidl runterkühlen muss? Hast Du schon mal versucht Deinen Freunden glaubhaft rüber zu bringen, weshalb Du neuerdings auf Würstchen aus dem Glas stehst? Geh mit Deinem neuen Prachtkerl gleich mal einkaufen und überlass ihm die Auswahl des Frühstücks. Schau genau hin, was er da in den Einkaufswagen schaufelt. Liebt er etwa abgepackte Lebensmittel mit unendlichem Haltbarkeitsdatum oder versucht er für Euch beide nicht enden wollende Geschmackserlebnisse an der Frischetheke zu ergattern? Ein Mann mit Sinn für´s Essen ist nicht nur erotisch, sondern kann vermutlich auch kochen. Damit hast Du also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, nicht dass Dein Liebesleben am Ende einer abgepackten Leberwurst gleicht, die, wenn sie lange genug rum liegt, sehr unangenehm riechen wird.


4. Der Fernseher

Wer kennt sie nicht? Die Junggesellenbuden mit einem riesigen Bett, einer wahnsinns Stereoanlage und der neuesten 1,80 Meter Super-HD-Plasma-Flachbildklotze. Ein Traum für das gemeinsame Porno kucken und ein Fest für die Sinne, wenn Kylie ausnahmsweise mal life übertragen wird. Aber ist Dir schon aufgefallen, dass die Kiste immer an ist, sogar wenn Du aufwachst? Achso, Dein Stecher ist Journalist und ein Nachrichtenjunkie und muss deshalb immer kucken. Und Dir macht es auch wirklich nichts aus, dass Du den ganzen Tag gekocht hast und jetzt, beim Essen, sein Blick schon wieder an der Flimmerkiste klebt? Du findest, dass Dein Freund Dir ganz bestimmt zuhört, obwohl er mitten im Satz schallend lacht und Dich fragt, ob Du gehört hast, was die Tante von RTL gerade gesagt hat? Ach, und Dir macht es Spaß angeschnauzt zu werden, weil Du wieder im Bild stehst oder Dir erlaubt hast, das Ding abzuschalten? Also wenn Du alle Fragen mit „ja“ beantworten kannst, dann hast Du für Dich sicher den richtigen Partner gefunden. Alle anderen sollten sich fragen, über welche Themen sie mit einem kommunikationsgestörten Mann in fünf Jahren plaudern werden und vor allem wann!


5. Die Charaktereigenschaften

Sonntag Morgen nach einem rauschenden Fest. Du wachst auf, blinzelst unsicher dem neuen Tag entgegen, hauchst Deinen schlechten Atem in eine andere Richtung und bemerkst freudig erregt: „Schatz, lass uns aufstehen und den Tag genießen, draußen scheint die Sonne“ Qualvoll öffnet Dein Liebster ein Auge, starrt Dich an und entgegnet mit gepresster Stimme: „Na die wird bestimmt nicht lange scheinen.“ Kurze Zeit später am Frühstückstisch willst Du ihn mit Flugtickets in eine Stadt seiner Wahl überraschen, die Du ab 12 Uhr im Internet buchen kannst. Mit einem Biss ins Leberwurstbrötchen und einem „bekommst ja sowieso keine, das ist immer so“ honoriert er Deine Bemühungen und kaut weiter. Und als Du ihm schließlich vorschlägst abends endlich mal wieder gemeinsam essen zu gehen ist er sicher, dass Du sowieso keinen Tisch mehr bekommen wirst und besser selbst kochst. Manchmal empfiehlt es sich tatsächlich einen Partnerschaftstest auf Horoskopebene zu machen und einschlägige Charakteristika nicht ganz bei Seite zu schieben, noch bevor man künftig Bett und Tisch teilen will. Ein freiheitsliebender Schütze wird mit einem Küchenheimchen Marke Jungfrau sicherlich nur für begrenzte Zeit seinen Spaß haben. Was des Einen Freud ist nur allzu oft des Anderen Leid und toller Sex hält bekanntlich nicht ewig und nicht immer ergänzen sich unterschiedliche Charaktere.


6. Die Vergangenheit

Weißt Du eigentlich weshalb Dein neuer Lover in den letzten fünf Jahren neun Mal verlassen wurde? Oder hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, warum er mit 52 Jahren noch nie eine Beziehung hatte? Du wunderst Dich nach wie vor, warum er keine Freunde hat und andere kichernd mit Finger auf Euch zeigen, wenn ihr gemeinsam eine Kneipe betretet? Und es kommt Dir befremdlich vor, dass sein Ex nicht ein Wort mehr mit ihm redet? Du solltest Dich nicht nur wundern sondern die Lauscher ganz weit aufsperren. Hake ruhig mal nach und lass Dir rechtzeitig erklären, was beim Ex alles schief gelaufen ist und konfrontier ihn rechtzeitig mit den Fehlern, die er schon die letzten 20 Mal gemacht hat. Gib ihm immer eine Chance. Fass Dir aber rechzeitig ein Herz und schick ihn in die Wüste, wenn Du auf Deinem Computer sein Sexprofil entdeckst und feststellst, dass er gar kein geschäftliches Essen hatte sondern jeden Donnerstag Abend an einem Puller lutscht. Vermeide unangenehme Überraschungen indem die Vergangenheit rechtzeitig Teil Eurer Zukunft wird und glaub ja nicht, dass mit Dir alles ganz anders wird und er das niemals täte! Nimm Dir die Chance rechtzeitig entscheiden zu können, ob Du dieses oder jenes in Eurer Beziehung möchtest.


7. Der Umgangston

Du solltest beim ersten Date unbedingt darauf achten, wie er die Bedienung behandelt. In spätestens sechs Monaten wird er mit Dir nämlich genauso umspringen. Am Anfang, wenn die Liebe frisch ist, wird sich der Neue produzieren was das Zeug hält. Da tauchen Manieren auf, von denen Du gar nicht wusstest, dass es sie gibt. Die Autotür wird aufgehalten, galant wird Dir das Mäntelchen gereicht und der Kaffee wird mit nem Schuss Milch und zwei Stück Zucker täglich ans Bett gebracht, noch bevor Du die Augen offen hast. Doch der Tag wird kommen, an dem Du morgens die Augen aufschlägst und der Göttergatte unter der Bettdecke pupsend grummelt: „Mach mal Kaffee!“und Dein bittender „Reich-mir-doch-mal-die-Jacke-Blick“ wird mit einem „Kannst Dich nicht selber anziehen?“ quittiert. Wenn also die freundliche Bedienung nach der Bestellung fragt und Dein Süßer überheblich die Nase rümpft, die Augenbraun hochzieht und mit einem „Schnitzel mit Pommes; und wenn´s geht schnell“ die Laune des Personals ruiniert, dann frage Dich ruhig schon mal, wie sein Tonfall sein könnte, wenn die ganze Süßholzraspelei ihr jähes Ende gefunden hat und ihr beide in einem Jahr genervt von der Arbeit nach Hause kommt und er wissen will, ob das Essen schon fertig ist.

8. Die Abhängigkeiten

Beim ersten Date lässt sich sicherlich noch nicht feststellen, welchen Zwängen das attraktive Stück Dir gegenüber unterworfen ist, doch nach dem dritten gemeinsamen Abend sollte Dir schon auffallen, was eigentlich zu seinem Leben alles dazu gehört. Ist es der lässige Whisky, der noch vor dem Begrüßungskuss eingeschenkt wird oder das permanente Abfragen der Chat-Nachrichten? Braucht er vor dem Schlafen gehen immer einen Joint und ist Dir vielleicht schon aufgefallen, dass er ohne Poppers nie einen hoch bekommt? Teste Deinen künftigen Lebenspartner und kipp Dir den kompletten Whisky selbst hinter die Binde. Schütte sein Gras ins Klo und trenne heimlich die Internetverbindung. Vielleicht fällt es ihm während Deines Besuchs nicht auf. Es könnte aber auch sein, dass er die ganze Nacht vor dem PC verbringt und hektisch telefoniert, um die Kiste wieder in Gang zu bringen. Oder er rennt zur nächsten Trinkhalle und anschließend zum Dealer. Möglicher Weise wälzt er sich auch schlaflos neben Dir und der Versuch den fehlenden Joint mit erfülltem Sex zu kompensieren, funktioniert nicht mehr, weil das nüchterne Ding trotz Cockring nicht mehr stehen will. Alles Faktoren die auf ein Suchtproblem hinweisen, das der Laie nicht so einfach lösen wird. Sei Dir darüber im Klaren, was es bedeutet einen Junkie, Alkoholiker oder einen Internetsüchtigen zu Hause zu haben. Entscheide rechtzeitig ob Du Deine Energie in die gemeinsame Beziehung stecken möchtest oder einen erfolglosen Kampf mit seinen Problemen führen magst.

9. die besten Freunde

„Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir wer Du bist“ – ein sehr altes Sprichwort, das um die Frage „Und will ich die ständig in meiner Wohnung haben“ erweitert werden sollte. Versuche so schnell wie möglich seine Freunde kennen zu lernen, denn die geben ein gutes Bild dessen, was Dich künftig erwarten wird. Kannst Du sie nämlich nicht leiden, ist der Grundstein zur Scheidung schon gelegt. Es sei denn, Du hast kein Problem mit Einladungen zu Geburtstagen, die dich nicht nur desinteressieren sondern auch noch langweilen. Nichts ist schlimmer als in der Disco allein da zu stehen, während sich Dein Mann mit fragwürdigen Individuen amüsiert. Hinzu kommen leidige Diskussionen darüber, weshalb Du seine Kumpels nicht magst, die selbstverständlich nur mit Zoff enden werden. Schon mal Bauchschmerzen gehabt, weil Besuch ins Haus steht und Du weißt, dass die drogenabhängigen Kumpanen wieder mal Deinen erlesenen und teuren Weinvorrat mit Cola gestreckt vernichten werden und Du nichts dagegen tun kannst? Gleichermaßen misstrauisch solltest Du auch werden, wenn sich raus stellt, dass Dein Neuer gar keine Freunde hat. Das lässt ganz bestimmt auf soziale Inkompetenz schließen, die mit Ficken nicht wett zu machen ist und wenn überhaupt, nur noch durch eine Psychotherapie behoben werden kann. Traust Du Dir das zu?


10. der Sex

Da sind wir nun beim homosexuellen Number-One-Kriterium der Stein- und Neuzeit. Wenn der sexuelle Akt wirklich so wichtig für eine funktionierende Beziehung ist, dann solltest Du die Finger vom Kerl lassen, wenn die Vögelei auch beim dritten Date nichts weiter als Kreuzschmerzen brachte. Ja ja, er hat einen tollen Charakter und sieht super aus, aber sein Schwanz ist Dir viel zu groß und er kommt schon bevor Du Dich ausgezogen hast. Finger weg davon oder macht gleich aus, dass ihr eine offene Beziehung haben werdet. Genauso kann sich der Sado-Maso-Anhänger die Mühe sparen, wenn das Objekt seiner Begierde sein neues Andreaskreuz zurück an die Bahnschranken schleppt und die Gummifäuste angewidert bei Ebay verhökert. Sex sollte Spaß machen und auf einem annähernd gemeinsamen Level satt finden. Nachlassen wird er früh genug, deshalb sollte die mehr oder weniger lange Zeit, die bis dahin bleibt genutzt werden, um Spaß zu haben. Außerdem hilft die gemeinsam gelebte Intimität Vertrauen zu schaffen und eine Basis zu schaffen, auf der wichtige Beziehungsfragen reifen können.


Fazit

Es gibt viele wissenschaftliche Untersuchungen darüber, wer für wen der richtige Partner ist. Zahlreiche TV-Sendungen beschäftigen sich mit der Partnersuche und zwingen Singles in die abenteuerlichsten Situationen. Trotzdem stellt sich jedermann die Frage, was zu tun ist, um das lang ersehnte Glück endlich zu finden. Auch dieser Artikel verrät kein wirklich funktionierendes Geheimrezept. Aber es gibt einen Tipp, den viele glückliche Paare bestätigen: „Sucht Euch jemanden, der Euch ansatzweise ähnlich ist!“ Wer seine Energie in Diskussionen und Streitereien um den Alltag stecken muss, wird nicht nur ganz schnell die Lust verlieren, sondern auch den Partner. Warum soll man sich die Nerven im Streit über Leberwurst oder ein Möbelstück ruinieren, wenn man seine Energie für einen tollen Tag nutzen kann, der Spaß bringt , Liebe lebt, Zuversicht erlaubt und gemeinsame Pläne gedeihen lässt? Drum prüfe wer sich ewig bindet.
15.2.08 15:10
 



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