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Gekaufter? Auto-Bild Journalist

?.wie geil??da versucht unser weltbester Autobauer Daimler unter dem Slogan ?Unsere Vision: das unfallfreie Fahren? ein Radarsystem in der neuen S-Klasse vor Journalisten zu etablieren und der Testfahrer rast voll in das Hindernis. Haha?kreisch??.also, genauer war das so:

Demnach soll ein Radarger?t den Fahrer bei Dunkelheit oder Nebel vor einem Hindernis warnen, lange bevor es der Fahrer sehen kann. Es folgt ein Alarmsignal, der Fahrer soll bremsen und das hoch technisierte Bremssystem verst?rkt die Bremskraft, unabh?ngig vom eigentlichen Bremsdruck, so dass das Fahrzeug tats?chlich rechtzeitig zum stehen kommt.
So weit so gut. Technik die begeistert, Technik die auch sicherlich in den meisten F?llen funktioniert. Vor allem dann, wenn sie Journalisten vorgef?hrt werden soll; in diesem Fall einem TV-Team von stern-TV. Folglich wurde der Nobelschlitten in einer Crashhalle des Autobauers aufgestellt und in entsprechender Entfernung waberte eine Nebelwand, hinter der sich ein weiteres Fahrzeug befand. Der Fahrer des Testfahrzeugs: Michael Specht, Chefreporter der "Auto-Bild". Von stern-TV entsprechend verkabelt l?sst er sich den Testablauf nochmals erkl?ren. Der Tempomat ist auf 55 Stundenkilometer eingestellt, er kann Vollgas geben, das Auto pendelt sich dann ein. Wenn der Warnton kommt, sofort bremsen, den Rest macht der Computer etc etc.
Herr Specht startet schlie?lich den Wagen, gibt Vollgas, rauscht in die Nebelwand und kracht frontal gegen das im Nebel abgestellte Fahrzeug. Ein Warnsignal war nicht zu h?ren, daf?r etliche Male das Wort ?Schei?e?. Darauf folgen minutenlange Gespr?che der Verantwortlichen mit dem Chefredakteur der Auto-Bild. ?Warum hat es nicht funktioniert? Was ist passiert?? Herr Specht sagt, dass es keinen Signalton gegeben h?tte. Derweil l?uft die Kamera und das Mikrofon noch immer mit. Stern TV zeichnet flei?ig auf. Es geht hin und her, schlie?lich beschlie?t man den Test noch einmal zu machen. Michael Specht gibt ein Interview und behauptet dreist, dass er zu sp?t gebremst h?tte. Eine glatte L?ge, wie das aufgezeichnete Gespr?ch und die Bilder des Chrashtests beweisen. Das stern-TV Team fragt schlie?lich nach, ob es beim n?chsten Test mitfahren kann. Die Techniker beratschlagen sich kurz und sagen zu. Als sich der Fernsehredakteur zum Kamerateam wendet, spricht der Auto-Bild Chefreporter zum Daimler-Team: ?Aber wenn die jetzt mitfahren, dann werden sie h?ren, dass es keinen Siganlton gibt und das Ger?t nicht funktioniert.? Dem TV-Team wird darauf hin doch nicht gestattet mit zu fahren. Offiziell sagt man, dass es aus Sicherheitsgr?nden nicht m?glich sei.
Chefreporter Specht bekommt ab diesem Moment genaue Instruktionen. Er soll ab einer bestimmten Markierung bremsen. Niemand denkt mehr an das Mikrofon und die laufende Kamera. Mehrmals wird der Test vorgef?hrt und oh Wunder, es funktioniert alles. Stolz sind die Techniker, stolz auch der Chefreporter von Autobild. Die Kameras und die Mikrofone entlarven ihn als L?gner.
Die gesamte Situation wird im Studio von stern TV nochmals vorgef?hrt. Herr Jauch stellt bohrende Fragen, der Verantwortliche von Daimler erkl?rt, dass das Radar in der Halle nicht richtig funktioniert, weil zu viele Fremdteile rum stehen. Versichert immer wieder, dass es ansonsten aber funktioniert. Das glaube ich dem Herrn sogar. Doch warum lehnt Auto-Bild eine Einladung von stern-TV ab? Und warum wurde das Thema Journalist und Daimler komplett tot geschwiegen? Nat?rlich ist die Frage nur rethorisch, wir wissen schlie?lich alle, welche Schei?e dampft und wie sie richt.
Ein Chefreporter von Autobild arbeitet hier Hand in Hand mit den Autobauern, bel?gt seine Berufskollegen und macht sich bewusst und willentlich zum Werkzeug des Konzerns. Was hat er wohl daf?r bekommen? Es ist schon lange bekannt, dass viele Autojournalisten einen Traumberuf haben. Da werden die Herren gerne mal nach Nizza eingeladen und d?rfen dort eine Woche lang einen Traumwagen fahren. Sie logieren in den besten H?usern, danach schreiben sie dann einen Artikel ?bers gefahrene Fahrzeug. Die fallen auch meistens sehr objektiv aus ? doch wie dieses Beispiel zeigt, sicherlich nicht immer.
Gekaufter Journalismus ist Gang und Gebe. Da werden Redaktionen von Reportern scheinbar objektive Geschichten angeboten und Unternehmen bezahlen ganz gerne mal, dass Ihr Name in positivem Zusammenhang auch tats?chlich darin vorkommt. Man kann die geneigte Leserschaft also nur davor warnen entsprechenden Testberichten zu vertrauen. Sicherlich gibt es auch in anderen Bereichen schwarze Schafe und ich w?rde meine Hand f?r keinen Testbericht ins Feuer legen. Auch im Fernsehen nicht. Auch in meinem Berufsleben gab es Momente wo ?so genannte Tests? an Sat1 oder RTL abgeliefert wurden, die alles andere als sauber waren. Das Wort des Produzenten gen?gte und ist dieser nur lange genug dabei, kann er sich auch fast alles erlauben. Und warum? Mit den besten Absichten hat man einen Test angeboten, von den Erfolgsaussichten ?berzeugt. Die Redaktion bestellt den Test und es gibt eine Deadline. Liefert man nicht ab, geht ein Auftrag und damit viel Geld verloren. Klappt der Test gar nicht k?nnte es peinlich werden und man verdient ebenfalls nichts. Das will der eine oder andere Produzent nat?rlich vermeiden. Also werden schon mal Freunde angerufen, die nachts ein Auto auseinander bauen m?ssen oder ein anderer m?ge doch bitte mal schnell um die Ecke fahren und eine bestimmte Tramperin mitnehmen, die versteckte Kamera nat?rlich immer mit dabei?und und und.
Die Medienwelt ist einfach zum kotzen und es wird immer schlimmer. Richtigen Journalismus bekommt man nur noch selten zu sehen. Politische Magazine werden mundtot gemacht. Kirchenv?ter sitzen in den Gremien und bestimmen was gut f?rs Volk ist und zahlende Sponsoren sind eben mehr wert als das t?gliche Unrecht. . Chefredakteure verkaufen Sendezeiten unter der Hand, andere sorgen daf?r dass der Lieblingskaugummi st?ndig im Bild ist, der n?chste versichert, dass nur die Kumpels Auftr?ge bekommen, wieder andere schreiben f?r ein Massenblatt und stellen sich nicht mal Ihrer Verantwortung, wenn sie beim L?gen erwischt werden. Ein PR-Journalist zu sein ist durchaus ok, auch wenn sich diese beiden Begrifflichkeiten bei?en. Aber mit offenkundiger Dummheit auch noch so dreist zu l?gen l?sst den tats?chlichen Journalisten erschauern und die Leser eines solchen Blattes sollten sich wirklich ?berlegen, welche Qualit?tsma?st?be ihr Medium vertritt. Und TV-Zuschauer sollten sich genau ?berlegen wann sie wem zuh?ren, bzw. zuschauen
Autobild w?re ?brigens gut beraten ihren Chefreporter Specht vor die T?r zu setzten, gibt es doch Tausende an arbeitslose Journalisten, denen ehrliches Handwerk mehr wert ist als eine goldene Nase.


24.11.05 - Nachtrag
.....wie die Chefredaktion von Autobild in der stern TV Sendung vom 23.11.05 mitteilte, wurde Herr Specht entlassen. ... und das ist gut so.

17.11.05 17:03


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Aus dem Leben gerissen

Aus dem Leben gerissen

Wie eine Bombe, die mit einem lauten Knall das gesellige Leben in tausend St?cke zerrei?t und nichts zur?ck l?sst als eine tiefe und unendlich scheinende Stille, explodiert die traurige Nachricht vom Tod. Fragen t?rmen sich in der Enge des eigenen Ichs und immer wieder: Warum?
Warum habe ich nichts gewusst? Warum hat man mir nichts gesagt? Warum habe ich nichts gesp?rt? Warum konnte ich mich nicht verabschieden? Warum haben wir es nie geschafft? Warum konnten wir uns nicht mehr sprechen? Warum versteht kaum einer den Schmerz?
Einen Schmerz der so tief sitzt, dass er nicht an die Oberfl?che kommen kann. Ein Schmerz, der sich mit Wut und Hass mischt. Ein Schmerz der mit so vielen fr?hlichen Bildern und Gedanken einhergeht. Ein Schmerz der mit der Zeit vergehen wird und irgendwann in Vergessenheit ger?t. In seltenen Momenten wird er dann nochmals auftauchen, als dumpfes und taubes Gef?hl, das es noch immer schafft, Tr?nen in die Augen zu treiben und den Moment von einst noch einmal lebendig werden l?sst.
?Du wei?t von nichts, oder?? ? Noch immer bohrt sich diese Frage wie ein giftiger Pfeil durch mein Gehirn. Noch immer sehe ich Dein Lachen und noch immer warte ich auf Deine Begr??ung. Doch es bleibt still. Noch immer sp?re ich die Schl?ge in meinem Gesicht. Noch immer t?rmt sich die Wut in meinem Bauch und der Wunsch einfach nur weg zu wollen. Noch immer warte ich auf ein einziges nettes Wort. Nun bist Du fort. Was bleibt ist die Stille, Entt?uschung und Wut. Was bleibt, sind die Gedanken und die Bilder vor dem Einschlafen.
Kein Sarg, keine Musik, keine Worte des Pfarrers die helfen Abschied zu nehmen. Es ist einfach nur still und ihr seid nicht mehr da. Vor meinen Augen ein kleines Holzkreuz, das kann es doch nicht sein?! Deine Stimme dringt noch immer durch den Hausflur und Dein Lachen erf?llt die gesamte Wohnung? Dein Gebr?ll, Deine schlechte Laune und die Bauernschl?ue sitzt noch immer tief im Teppich verborgen und kriecht von dort aus langsam und z?h durch meine Erinnerung. Die Zimmer sind leer, die M?bel sind weg. Kein Bild erinnert an Dich ? es ist still. Mein Geist schreit und tobt, doch es kommt keine Antwort. Es bleibt still und dunkel. Es wird auch weiterhin still und dunkel bleiben.
Was bleibt sind Erinnerungen. Erinnerungen an Hochzeiten, Festtage, fr?hliches Gel?chter, Deine Schwangerschaft, das erste Aufeinendertreffen und Deine fr?hlichen dunklen Augen. Erinnerungen an eine Wohnzimmerecke in die mich Dein Faustschlag pr?gelt, Erinnerungen wie Senfgl?ser durch das Zimmer fliegen, eine Fahrt im Auto und immer wieder Deine Faust in meinem Gesicht. Erinnerungen an misslungene Fluchten. Erinnerungen an Gewalt und Deine ma?lose Ignoranz.
Was bleibt ist ?Danke? zu sagen. Was bleibt ist Dir ?Warum? hinterher zu rufen. Dann ist es wieder Still und Dunkel.
Ein japanisch-amerikanischer Freund sagte: ?Der Tod kommt als Baum und hat viele ?ste.? ...auch die Angst kommt als Baum und stellt Fragen: Who?s next?


16.11.05 20:23


Breaking the Ice - 6th Press communiqué

6th Press communiqué
19th January 2004
18.01.04

A Special Tribute to the Expedition Support Team [General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 20:17:17
We have crossed the seas and been to the top of the mountain. Now we, the members of the Breaking the Ice Antarctic expedition team, wish to express our deepest gratitude to the people whose help and encouragement made it possible for us to achieve our goals and whose patience and emotional support were invaluable during our long journey from home. In alphabetical order, we salute:
• 1. Kim Bodin, from Chamonix, France, the Mountain Guide whose Alpine skills are only rivalled by his culinary talents and whose warmth and humor seemed to make his hair even redder than it is.
• 2. Mario Dieringer, our News Editor and video director from Germany, who stayed awake long after the rest of us had escaped into the comfort of our sleeping bags and whose nocturnal efforts ensured that the world could share each day's expedition images.
• 3. Denis Ducroz, our Lead Mountain Guide from Chamonix France. It's not possible to adequately express our gratitude to this wise, caring and daring man who led us safely and surely to the summit of the Mountain of Israeli-Palestinian Friendship, guided us through the most difficult moments of the climb and captured everything with his video camera.
• 4. Dr. Catrin Ellis Jones from Wales in the UK, the First Mate of the yacht "Pelagic", whose smile and sense of humor made even our most difficult moments more pleasant and whose sketches and painting captured the wild beauty of our surroundings.
• 5. Michael Greenspan, our Correspondent and video editor from Israel, who documented the expedition in words and in pictures and interrogated us repeatedly until we were finally ready to tell him everything.
• 6. Richard Howarth from the UK, the skipper of the yacht "Pelagic", who kept our smaller sister ship on course with us and gave us the feeling that "Pelagic Australis" was never alone. He is the very model of an Englishman at sea and we salute him.
• 7. Nadav Khalifa from Israel, the all-around Mountain Guide, Alpine Rescue Specialist and Camp Master, who was everywhere, all the time, helping everyone, so much so that it sometimes seemed there was more than one of him.
• 8. Skip Novak from the USA, the Commodore of the "Pelagic" fleet, the finest ocean going yachts in any latitude, and an inspiring mountain guide. This firm, fair and funny man was constantly at the helm and always ready to help.
• 9. Nicolas (Nico) Pichelin from France, the "movie star" of the "Pelagic" and "Pelagic Australis" crews, who was even ready to jump into the freezing waters of Antarctica to ensure that we would win our battle over the ice and who makes the best apple crumble cake on any continent.
• 10. Anthony Robinson from the UK, our Communication Specialist and good will ambassador, who always seemed to have a smile on his face and the can of beer in his hand. Wherever and whenever, he kept us in touch with the world. Thank you Tony !
• 11. Colin Rosin, our Director of Photography from Israel, who seemed to be glued to his cameras (three of them, in fact) and who observed every move we made and every word we said. He will always be the gentleman behind the viewfinder and our friend in front of it.
• 12. Dr. Arik Shechter, our physician from Israel, who carried an entire hospital on his back. Wherever we went, no matter what hurt, Arik was always there, ready to soothe our pain and get us back on our feet.
• 13. And finally, but far from last, Stephen Wilkins from Australia, skipper of "Pelagic Australis", who knows his boat better than anyone else in the world, never feels the cold and warms his surroundings with sunshine. The prince of charm.
Thank you
God bless you !

16.01.04

The Summit [General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 04:34:15
The Mountain of Israeli-Palestinian Friendship, Antarctica (66° S -- 65° W)
Fifteen days after departing from Puerto Williams, Chile on the ocean-going yacht Pelagic Australis and after a one-day delay due to bad weather, the members of the Israeli-Palestinian Antarctic peace expedition known as "Breaking the Ice" achieved their objective, scaling the summit of an unclimbed mountain near Prospect Point on the Antarctic Peninsula and dedicating their efforts to peace.
High winds and driving snow welcomed the expedition team members Thursday morning as they awakened at their high camp on the morning of the intended summit assault. The Israeli expedition leader, Doron Erel, and lead mountain guide Denis Ducroz from Chamonix, France, debated the wisdom of setting out on the projected route, which would take the inexperienced Israeli and Palestinian mountaineers within feet of yawning crevasses. After almost an hour, the green light was finally given. The expedition would go for the summit.
With crampons attached to their boots and ice axes in hand, the team members ascended slowly along the icy slopes of a glacier that leads up to the sheer rock faces of the mountain, itself. In a gesture that was only coincidentally symbolic, they were roped together in mixed groups of four: these Israelis and Palestinians would literally be taking responsibility for one another's lives.
Navigating in and above the clouds in near-zero visibility made finding the summit difficult and led to several impromptu changes in the route. But, finally, at 4pm, after four and half hours of climbing, on the fourth day of their ascent and more than 13,000 kilometers from their homes in the Middle East, they stood on a spot approximately 1000 meters above sea level, treading on pristine snow where no one has ever stood before.
At the summit, Heskel Nathaniel, the expatriate Israeli businessman who conceived the idea for "Breaking the Ice", read a proclamation drafted by the entire expedition team. It expressed their belief that Israelis and Palestinians must resolve their deep differences without resorting to violence and went on to cite the personal experience of coexistence and cooperation they had gained during their journey together. Heskel then announced team's decision - reached after days of heated debate - to call the peak, "The Mountain of Israeli-Palestinian Friendship".
The name may lack the dazzle of these media savvy times, but it does seem to reflect the experience shared by the members of the expedition - total strangers who have learned to live and work - and even laugh - together and who have decided to supplant the failed search for political agreement among Israelis and Palestinians with a more personal approach to peace making.
The ceremonies at the summit were informal and varied. The three Palestinian men in the expedition team knelt in Muslim prayer. The Israelis opened a bottle of champagne for everyone. Palestinian team member Ziad Darwish was moved to tears. "This moment is so beautiful," he said, "seeing Israelis and Palestinians doing this kind of thing together. Yet, it also makes me think of all the horrible things we're doing to one another back home."
The Israeli expedition leader Doron Erel, who has been to the summit of Mt. Everest: "The point is that Israelis and Palestinians have done something unique together, something that required the kind of cooperation and involvement that you rarely if ever find among us. I can't tell you how pleased I am about how well we've all gotten along together and how well everyone performed. No one thinks that we're going to bring peace by climbing mountains, but everyone should know what we as Israelis and Palestinians are capable of doing when we set our minds to it. That's what I hope that both our peoples will be thinking when they hear about what we've done."
That, says Erel, is the impression the members of Breaking the Ice want to leave on their fellow Israelis and Palestinians: like climbing mountains, making peace requires a deep personal commitment. These Israelis and Palestinians were willing to go all the way to Antarctica to drive that message home.

The summit statement:
"We, the members of Breaking the Ice, the Israeli-Palestinian expedition to Antarctica, having reached the conclusion of a long journey by land and sea from our homes in the Middle East to the southernmost reaches of the earth, now stand atop this unnamed mountain. By reaching its summit we have proven that Palestinians and Israelis can cooperate with one another with mutual respect and trust. Despite the deep differences that exist between us, we have shown that we can carry on a sincere and meaningful dialogue. We join together in rejecting the use of violence in the solution of our problems and hereby declare that our peoples can and deserve to live together in peace and friendship. In expression of these beliefs and desires we hereby name this mountain "The Mountain of Israeli-Palestinian Friendship".

14.01.04

Irregular postings... [General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 23:55:44
As we receive a lot of mails these days asking about updates and informations from the expedition and why this has been a bit scarce lately, please let me give you the picture: Whenever the group left the boat, communications have been very difficult, reduced to SMS via the satellite phone and a few brief phone calls. Today, communication broke off with the weather suddenly changing from sunny blue skies to heavy snow.
However, there is no need to worry at this stage: they are well equipped and have everything to be out there for a number of days. Please check with us tomorrow to see what happened.

12.01.04

[General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 19:25:38
Prospect Point, Antarctica (66° S, 65° W)
When they awakened this morning, the members of the Israeli-Palestinian peace expedition to Antarctica were ready to take the first steps in the multi-day trek that will lead them to an unclimbed mountain, but nature had plotted overnight to delay their departure, locking their yacht, Pelagic Australis, among icebergs and sea ice.
It took several hours of organization and some deft rigging by the boat's captain Skip Novak before it was possible to begin transporting people and equipment to shore. Even after the process began several hours would pass until everything was ready for departure.
Finally, they were prepared to set off onto the glacier, wearing snowshoes, carrying backpacks and pulling heavy equipment behind them on plastic sleds. Expedition leader Doron Erel gave the order to rope the eight trekkers together into two groups of four. They will remain that way whenever in motion during the days ahead -- a safety measure against numerous deep crevasses hidden by a thick covering of snow. If any member of the team falls into one it will be up to all the others to stop the fall and pull him or her back out again. Without ropes -- and teamwork -- the dangers multiply.
The night before their departure, the expedition members argued vocally about the name they would give to the unclimbed peak that is their final destination -- a name meant to symbolize their desire for peace. As usual, Avihu Shoshani, the Israeli attorney and Nasser Quass, the Palestinian political activist, were in the thick of the debate, disagreeing over every nuance of every name suggested by the others. It fell to Breaking the Ice initiator, Israeli businessman Hezkel Nathaniel and Ziad Darwish, the Palestinian journalist, to restore calm. Though the tempers finally cooled, the meeting ended without a decision.
The extraordinary thing about this extraordinary peace mission is that, on the very next day, Shoshani and Quass were roped together in the same trekking group, helping one another to shoulder their load up the glacier. Time and again, the team members have demonstrated their ability to work together on a personal level despite their political differences.
Their luck, on this day, was that the outstanding Antarctic summer weather of the last few days has continued to hold. As a result most of the trekkers today wore no more than thermal underwear, saving their warmer fleece and down garments for the colder temperatures of the evening. Everyone was warned to apply thick layers of sunscreen and to use dark sunglasses -- protection against sunlight reflected off the snow.
At this time of year it never gets dark in Antarctica. The sun hovers just beyond the horizon and the skies remain illuminated throught the night. So, as the team members established their first base camp, setting up tents and unrolling sleeping bags, they were able to enjoy a breathtaking view -- on one side the sea, littered with patches of ice and framed by snow covered mountains in the distance; on the other side, much closer that it had been the day before, an unclimbed mountain -- their mountain. Its dark brown slopes are edged in pure white snow, extending up to its summit -- their summit. If the weather remains good, they'll reach it within another two or three days.
As the team settled into camp, the gas stoves began hissing, turning out tea, then soup, then pasta -- a fine evening's repast in the middle of a frozen meadow. Cameraman Colin Rosin taught everyone some of the basic moves of Tai Chi. Everyone had another couple of tea. And then the expedition's two female members, Israeli Arab Olfat Haider and Yarden Fanta, the immigrant Jew from Ethiopia, crawled into their tent for a good night's sleep on the ice -- followed by all the others -- ready for another day of climbing tomorrow as Breaking the Ice moves, step by step, towards its objective.

11.01.04

Trekkers on Ice [General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 21:12:06
Prospect Point, Antarctica (66° S -- 65° W)
Pelagic Australis makes its way ever so gingerly among the floating sheets of sea ice off the coast of the Antarctic Peninsula, taking care to avoid the growlers (iceberg fragments) scattered among them. The boat's aluminum hull can handle the former with relative ease, but the latter could do it serious damage. Just a week ago the sea ice was still frozen into a single solid mass and Prospect Point was unreachable. Today, we're headed toward the shore.
There's an air of excitement on board this morning. The Breaking the Ice expedition is within sight of the mountain its eight Israeli and Palestinian team members hope to climb in the days ahead - the mountain from which they hope to tell the world that their two peoples can set aside their historic conflict and work together in pursuit of a better future.
From this perspective, the mountain doesn't look very high, very far or very difficult, but distances here can be very deceiving.
The weather is glorious - sunny and warm, windless and cloudless. People are dressed lightly, without gloves or hats. With the sun reflecting so strongly off the still water, everyone's wearing sunglasses. And all are hoping that things will remain exactly as they are for the next few days, ensuring a smooth trek across the ice. If the winds blow too hard or snow begins to fall, the team might be forced to spend its time seeking shelter in tents rather than moving toward its objective.
The expedition has to be prepared for every possibility, so this day is spent getting organized. On the foredeck, team members are gathering ski poles and snowshoes and crampons, food and canisters of cooking gas, climbing ropes and tents. Expedition leader Doron Erel and mountain guide Nadav Khalifa oversee everything, counting every item to make sure nothing has been forgotten.
On the aft deck, communications specialist Tony Robinson is helping media producer Mario Dirienger assemble and test the portable (but heavy) satellite ground station, generator, fuel and computers that will enable the trekkers to beam news of their progress to people around the world.
Below deck, other team members are stuffing their backpacks with sleeping bags, thermal air mattresses, toilet paper, toothbrushes and utensils, along with various layers of fleece and down cold weather apparel - along with cameras, cameras and more cameras. Expedition physician Arik Shechter is assembling his medical kit, carrying everything from aspirin to surgical implements, ready for any eventuality that may befall the team as it moves across the frozen glacier and its hidden crevasses.And cameraman Colin Rosin is everywhere, capturing everything on video, observed by the occasional passing penguin or two.
While lead climbing guide Denis Ducroz and Pelagic Australis' captain Skip Novak set off to scout the route to the mountain, team members Avihu Shoshani and Suleiman al-Khatib begin the slow process of loading all the equipment on rubber dinghies and ferrying it to shore. The expedition's red plastic sleds are already there, waiting to carry whatever's too big or too heavy to go on people's backs.
The preparations will last most of the day. Everything will be checked and double-checked. Once the group sets out toward its mountain, there will be no turning back.
The teamwork evident on the boat this morning belies the heated debate that erupted last night in Pelagic Australis' saloon when the expedition members attempted to work out the language of the joint declaration they plan to issue upon reaching the summit of the mountain. They want to make a statement that will resonate strongly with both Israelis and Palestinians, but finding words general enough to be accepted by all yet strong enough to get the expedition's message across proved to be no easy task.
The conversation began calmly enough, with Breaking the Ice initiator Heskel Nathaniel suggesting that the resolution simply state the team's understanding that Israelis and Palestinians can live together in peace. "This is what we've seen here, among us," said Nathaniel. "We've been together for ten days now. Look at how we're getting along. This should be our message to the world - that we can do it, and that it can be done." The suggestion met with universal approval. But the atmosphere began heating up when Suleiman al-Khatib suggested that the resolution be more specific, including an objection to the separation fence Israel is building between it and the Palestinians. Doron Erel argued that adopting a political stance was not the expedition's goal -- that its message was and should remain human. When Ziad Darwish suggested that the resolution make a statement opposing all use of violence, Avihu Shoshani argued that Israel's actions toward the Palestinians were not violence but, rather, self-defense.
The longer the conversation continued, the more bitter the debate became. Avihu Shoshani became furious when Nasser Quass argued that Israel and the Jews had no real claim to what they call the Temple Mount in Jerusalem, now the site of the Al Aksa mosque, because there had never been a Jewish temple there. Quass was enraged when Yarden Fanta called Palestinian Authority Chairman Yasser Arafat a terrorist and murderer. Ziad Darwish left the room, claiming that the conversation had turned into a forum for sensationalism. And Olfat Haider, sitting off to the side, appeared transfixed by the anger in the air. Later, she broke down in tears.
Yet, despite their differences, this morning all the team members were back on deck, helping prepare the equipment they'll need for the days ahead, getting ready to embark on the final leg of a journey that has already carried them more than 13,000 kilometers from their homes in the Middle East.
Late in the afternoon, with all their equipment ashore, they established their first base camp on Antarctic soil, ready to begin days of trekking and camping, testing their physical and mental abilities and, they hope, proving to everyone that they can break the ice - that they, the people, can achieve peace.
Expedition Sparks International Affair [General] - Torsten - torsten@breaking-the-ice.de @ 10:05:44
Vernadsky Research Station, Antarctica (65° S -- 64° W)
It all began with Catrin Ellis Jones' Pisco Sours (a mixture of pisco -- an alcoholic beverage debatably of Peruvian or Chilean origin -- fresh lemon juice, crushed ice, whisked egg whites and icing sugar). Fueled by the first mate's concoction, the evening took on a life of its own.
The Breaking the Ice peace expedition to Antarctica had just concluded a brief voyage down the Penola Strait, after a morning visit to the nesting colony of Adelie penguins on Yalour Island (with Palestinian team member Suleiman al-Khatib persuaded to come along despite his distaste for the aroma of penguin guano). After Pelagic Australis and Pelagic had dropped anchor in a small, protected cove alongside the Ukrainian Vernadsky Research Station, the two boats tied up together and there was little to do but enjoy the warmth of a splendid Antarctic summer evening.
Sausages, ham and cheeses appeared as an accompaniment to the drinks and when the pisco ran out wine and whisky replaced it, along with orange juice for the abstemious. With Israeli and Palestinian expedition members, mountain guides, ships' crew, media and communication specialists visiting back and forth between the boats, a cocktail party atmosphere began developing in the most bizarre of locations.
That's when Vladimir, Vladimir, Vladimir and Yevgeny showed up - two Ukrainian researchers, their station chief and cook - bearing a welcoming gift of vodka from the Vernadsky stores. Glasses were rapidly filled and raised in a toast to international friendship. This led to another toast -- to Israeli-Palestinian peace -- which led, in turn, to more toasts - to various nations, notions, emotions and individuals. Ship's doctor Arik Shechter, who immigrated to Israel from the Ukraine, helped out with translation, but the reasons for each refilling of the glasses were becoming less and less apparent and of increasingly less concern to the participants.
Vernadsky Research Station is famous for its hospitality. During their yearlong posting in the Antarctic these Ukrainian scientists conduct important studies of the environment (in fact, the hole in Earth's ozone layer was discovered here during the base's former incarnation as Great Britain's Faraday Research Station). But, in addition to their ecological research the Ukrainians have also gained notoriety as the proprietors of the southernmost bar on the face of the planet - a popular stop for people traveling through the region. They are spreaders of goodwill in the remoteness of the frozen continent.
In a gesture of hospitality, the crew of Pelagic Australis invited its Ukrainian friends to stay on board for a dinner of roast lamb and mashed potatoes mixed with carrots, along with an uninterrupted flow of wine and vodka. All attempts at serious conversation proved futile and the evening repast was heavily spiced with hysterical howls of laughter. Nasser Quass, a devout Muslim who refrains from alcohol, seemed inebriated by the spirit of the moment. "I don't believe I'm seeing this," he said. "Look at these Israelis and Palestinians and French and Americans and Ukrainians all sitting around together and having fun. Everyone's speaking a different language and it doesn't make any difference if they really understand. They're just enjoying themselves. No one back home will believe me if I tell them this is what I discovered in Antarctica."
Indeed, it was becoming increasingly difficult to think of this as an 'extreme' expedition. And when the music began blasting from the loudspeakers in the ship's saloon, any pretense of hardship on the high seas completely evaporated. With only three women on board, compared with about 25 men, the dancing got off to a slow start. But when Genya (he'd been Yevgeny before the drinking began) did his impression of John Travolta's 'Pulp Fiction' disco dance, the ice was truly and fully broken. Within minutes, the entire crowd was on its feet.
What followed (until some indeterminate hour of the morning) is difficult, and perhaps unwise, to describe. After all, Breaking the Ice is a very serious initiative ? an attempt by Israelis and Palestinians to reach the summit of an unclimbed mountain in Antarctica in order to show their peoples that they can, indeed, work together in pursuit of shared objectives. So, suffice it to report the following: expedition leader Doron Erel really does know how to boogie; Palestinian Olfat Haider and Israeli Yarden Fanta have some great moves on the dance floor; given enough liquid encouragement, even mountain guides can lose their equilibrium; even in Antarctica, it's never too cold to take off your shirt; spending ten days together at sea is more than enough reason to let off some steam; and Catrin Ellis Jones makes a powerful pisco sour.
Yes, there are also days - and nights - like this here in the far southern latitudes. This one was a prelude to more difficult days and nights ahead as the expedition team gears up to leave its boats behind, pitch its tents and begin the long trek across the ice toward its final objective.
26.9.06 11:53


Spiegel Online - Breaking the ice

Daheim schmälert Skepsis die Begeisterung
Von Ulrike Putz
Weltweit wird über die israelisch-palästinensische "Breaking the Ice"-Expedition berichtet. Im Nahen Osten, der Heimat der Teammitglieder, ist das Medienecho gespalten. Die palästinensische Presse berichtet enthusiastisch und regelmäßig, in den israelischen Zeitungen erscheinen nur wenige Berichte versteckt im Sportteil.


www.breaking-the-ice.de
Segeltörn in die Antarktis: Für die israelische Presse ein sportliches Abenteuer
Berlin - Der Durchbruch kam mit dem BBC. Als der englischsprachige World Service im Dezember mit der "Breaking the Ice"-Crew Kontakt aufnahm, war klar, dass das Team die wichtigste Hürde genommen hatte: Denn es ist eines, zu acht eine Friedensmission ins ewige Eis der Antarktis zu unternehmen, dort einen Berg zu besteigen und zu taufen. Das andere, viel Wichtigere ist, für die hochsymbolische Reise genug Öffentlichkeit zu bekommen.
Nachdem dank des BBC in aller Welt von den Plänen der vier Israelis und vier Palästinensern zu hören war, rissen die Medienanfragen nicht mehr ab. Endlich mal eine gute Nachricht aus dem Nahen Osten, freuten sich die Redaktionen und berichteten über die hoffnungsfrohen Idealisten, die mit ihrer Reise ein Zeichen für die Verständigung und Versöhnung ihrer verfeindeten Völker setzen wollen.
Über 200 Artikel aus Australien, Ungarn, Brasilien, Russland und vielen anderen Ländern hat "Breaking the Ice" inzwischen auf ihrer Homepage gesammelt. Bei SPIEGEL ONLINE verfolgten Tausende von Lesern mittels des Expeditionstagebuchs, wie die Crew auf der "Pelagis Australis" in schwere See gerieten und wie sie "ihren" Berg bezwang.
Wie aber steht es mit den Medien in der Heimat der acht Friedensaktivisten? Schließlich soll die Friedensmission vor allem in Israel und Palästina einen Denkanstoß geben, dass man Hindernisse überwinden kann, wenn man nur an einem Strang zieht - dazu müssen jedoch die Medien mitziehen. In Palästina tun sie es, die großen Tageszeitungen in Ramallah berichteten immer wieder auf Seite eins über die Expedition.
"Die Reise hat eine Menge Aufmerksamkeit bekommen, die Leute wollen auf dem Laufenden gehalten werden", sagt Khalil Assali, der für den amerikanischen Auslandsradiosender "Voice of America" die palästinensische Presselandschaft beobachtet. Eine große Zahl von kleinen Verbänden und Vereinen hätte der Crew mit Zeitungsannoncen viel Glück gewünscht.


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Verdammt zur Zwangspause: Das Expeditionsteam
Dass die Leser in den Städten und Dörfern Palästinas geradezu auf Nachrichten aus der Antarktis warten, wie Assali sagt, mag damit zusammenhängen, dass es eine Seltenheit ist, wenn Palästinenser an einer internationalen Expedition teilnehmen. Assali glaubt jedoch, dass auch ein echtes politisches Interesse geweckt ist. "Die Menschen wollen den Frieden, und dies ist ein Weg, der noch nicht beschritten wurde und deshalb noch nicht fehlgeschlagen ist", sagt Assali. Viele Palästinenser begrüßten es, dass endlich wieder ein Zeichen der Hoffnung gesetzt werde.
Anders in Israel: "Es gibt Interesse an dem Antarktis-Törn, aber es geht dabei eher um die sportliche Komponente", sagt Moshe Gilad, Journalist bei der Tel Aviver Tageszeitung "Haaretz". Die Israelis seien zu pessimistisch und enttäuscht, um von einer symbolischen Aktion für den Frieden noch viel zu erwarten. Berichte in den großen Tageszeitungen würden deshalb eher beim Sport oder unter der Rubrik Abenteuerreise platziert. Die reservierte Haltung der Sharon-Regierung zu dem Unternehmen habe dazu geführt, dass die Tour in den staatlichen Medien als politisch unbedeutend dargestellt worden sei.
Das "Breaking the Ice"-Team ist trotzdem zufrieden. "Wir sind sehr weit gekommen, in mehreren Ländern ist unser Tagebuch zu lesen, CNN hat über uns berichtet, in Europa und Kanada nimmt die Öffentlichkeit großen Anteil an dem Abenteuer", sagt Torsten Sewing, der die Pressearbeit des Unternehmens betreut. Enttäuschend sei nur, dass der Spendenfluss nach wie vor spärlich sei. "Da ist nicht so viel zusammengekommen, wie wir uns erhofft hatten", sagt Sewing. Der Antarktis-Törn soll nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von "Extreme Peace Missions" sein, bei denen in Zukunft vor allem Jugendliche aus verfeindeten Lagern lernen sollen, miteinander schwierige Aufgaben zu meistern.
Noch ist etwas Zeit, um Spenden zu sammeln, noch ist das erste Friedensabenteuer nicht zu Ende. Die Crew ist nach der erfolgreichen Bergbesteigung zwar zurück an ihrem Schiff, doch die vier Israelis und vier Palästinenser sind 13.000 Kilometer von zu Hause zum Nichtstun verdammt: Ein schwerer Sturm verhindert, dass sie der Antarktis den Rücken kehren und Segel Richtung Chile setzen können.


FRIEDENSMISSION ERREICHT IHR ZIEL
"Wie ein Stein, der ins Rollen kommt"
Nach einer langen Reise von ihrer Heimat von Nahost in die Antarktis haben sie ihr gemeinsames Ziel erreicht: Die acht Israelis und Palästinenser der Extremexpedition tauften den Gipfel eines bisher unbestiegenen Berges als Symbol der Hoffnung auf Frieden zwischen ihren Völkern.


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Gipfelsieg und Zeichen an die Welt: "Der Berg der israelisch-palästinensischen Freundschaft"
"Wir haben ihn 'Berg der israelisch-palästinensischen Freundschaft' genannt", meldete Expeditionsleiter Heskel Nathaniel am Donnerstag per Satellitentelefon nach Santiago. "Indem wir den Gipfel erreicht haben, haben wir bewiesen, dass Palästinenser und Israelis in gegenseitigem Respekt und Vertrauen zusammenarbeiten können", las er aus einer von den jeweils vier israelischen und palästinensischen Teilnehmern vereinbarten Erklärung vor.
Der Gipfelsieg auf dem 997 Meter hohen Berges im ewigen Eis der Antarktis ist der Höhepunkt der Reise der acht Männer und Frauen. Vor 16 Tagen, am Neujahrstag, stachen sie mit der "Pelagic Australis" vom chilenischen Hafen Puerto Williams aus in See. Die fast 1000 Kilometer lange Fahrt zur Antarktis ging durch eines der gefährlichsten Gewässer der Welt, in dem das Team einen schweren Sturm überstehen musste. Zu Fuß ging es dann zum "Berg der israelisch-palästinensischen Freundschaft" weiter.
Am Donnerstagmorgen noch war wegen heftiger Winde und Schneefall fraglich, ob Expedition die letzte Etappe zum Berg wagen konnte. Doch am Abend des vierten Tages ihrer Trekkingtour über das Eis erreichte das Team "ihren" Gipfel. Ihren Erfolg feierten die Teilnehmer auf ihre eigene Art: Während die Israelis eine Flasche Champagner köpften, knieten die drei palästinensischen Männer zum Gebet nach Mekka nieder. Der Palästinenser Ziad Darwish war zu Tränen gerührt und erzählt im Tagebuch bei SPIEGEL ONLINE: "Dieser Moment ist so wunderschön: zu sehen, dass Israelis und Palästinenser dieses gemeinsam geschafft haben. Und zu Hause tun wir uns gegenseitig all diese schrecklichen Dinge an."
Der israelische Bergführer Doron Erel ist erleichtert, dass die Mitglieder des Projekts so gut miteinander ausgekommen sind: "Keiner glaubt, dass wir durch Bergsteigen Frieden bringen, doch jeder sollte wissen, was Israelis und Palästinenser schaffen, wenn sie es nur wollen." Und dieses Signal will die Friedensmission ins Eis in die Welt senden: Wie das Bergsteigen benötigt auch Frieden ein großes Engagement.
ZUM THEMA IN SPIEGEL ONLINE
• Breaking the Ice: Eine Botschaft nach Hause (16.01.2004)
• Friedensmission: Die Hoffnung segelt mit (31.12.2003)
• Israelisch- palästinensische Expedition: Frieren für den Frieden [€] (12.11.2003)
Die Mitglieder der Expedition sind keineswegs typische "Friedensengel": Zwei der palästinensischen Teilnehmer waren zuvor in israelischen Gefängnissen inhaftiert - einer wegen Angriffs auf einen Polizisten und einer wegen Terrorismus. Ein anderer Palästinenser ist ein Vetter des größten Dichters der Palästinenser, Mahmud Darwisch, Verfasser der palästinensischen "Unabhängigkeitserklärung". Zwei Israelis gehörten ehemals zu einer Eliteeinheit der Streitkräfte.
"Ihr Leben wird nie wieder so sein wie zuvor", ist sich Organisator Nathaniel über die Teammitglieder im Klaren. "Ich glaube an die Macht der Symbolik", sagte er. Natürlich gebe es kleingläubige Zyniker, die an der Möglichkeit von Veränderungen zweifelten. Nathaniel ist jedoch "sicher, dass unser Beispiel andere Menschen inspirieren wird". Es sei "wie ein Stein, der ins Rollen kommt".
Organisiert wurde die Expedition von der Gruppe Extreme Peace Missions, unterstützt vom israelischen Peres-Zentrum für Frieden und nach Angaben der Veranstalter auch vom palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat, Uno-Generalsekretär Kofi Annan sowie den Friedensnobelpreisträgern Dalai Lama und Michail Gorbatschow.
Deklaration der "Breaking the Ice"- Expedition:

"Wir, die Mitglieder von "Breaking the Ice', der israelisch- palästinensischen Expedition in die Antarktis, haben das Ziel unser langen Reise über Land und See von unser Heimat in Nahost zu der südlichsten Gegend der Welt erreicht und stehen jetzt auf diesem unbenannten Berg.

Indem wir den Gipfel erreicht haben, haben wir bewiesen, dass Palästinenser und Israelis respektvoll und vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Trotz der großen Differenzen, die zwischen uns bestehen, haben wir gezeigt, dass wir einen ernsthaften und bedeutsamen Dialog führen können.

Wir sind uns einig in der Ablehnung der Gewalt als Lösung unserer Probleme und erklären hiermit, dass unsere Völker in Frieden und Freundschaft zusammenleben können und es verdienen. Als Ausdruck dieses Glaubens und Wunsches taufen wir diesen Berg auf: 'Berg der israelisch- palästinensischen Freundschaft'."


FRIEDENSMISSION
Die Hoffnung segelt mit
Am 1. Januar sticht eine israelisch-palästinensische Crew von Südchile aus in See. In 35 Tagen werden die sechs Männer und zwei Frauen aus verfeindeten Nationen durchs Eismeer zur Antarktis segeln. Dort wollen sie einen nie bestiegenen Berg bezwingen. Die Botschaft

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Durch Eis und Schnee zum Frieden: Die Crew beim Härtetest am Montblanc
Es ist die ganz harte Tour: zwischen Inseln, Eisbergen und Untiefen hindurch immer Richtung Süden, bei Eiswind und Regen. Zehn Tage lang werden acht Menschen auf 23 Meter Yacht zusammengepfercht sein, mit klammen Händen Segel hissen und Kurs halten, unterbrochen von wenig Schlaf auf engstem Raum unter Deck. Im ewigen Eis der Arktis angekommen werden sie landeinwärts stapfen, Schritt vor mühsamen Schritt durch den Schnee. Am Ende werden sie einen Berg besteigen, um auf dem Gipfel das zu tun, wozu sie fast 15.000 Kilometer weit gereist sind: gemeinsam die palästinensische und israelische Fahne zu hissen und so ein Zeichen für den Frieden zu setzen.
Was sich die acht Teilnehmer der Friedensmission "Breaking the Ice" vorgenommen haben, ist selbst für Extremsportler eine Herausforderung. Für die vier Israelis und vier Palästinenser ist es noch mehr: Sie wollen den Beweis antreten, dass Menschen aus verfeindeten Völkern gemeinsame Ziele erreichen können, wenn sie nur zusammenhalten. Im Fall ihrer Antarktis-Expedition den noch nie bestiegenen Zweitausender, im Fall des Konflikts in ihrer Heimat im Nahen Osten den Frieden.
Neun Monate lang hat sich die Crew um den Initiator Heskel Nathaniel auf ihr 35-tägiges Abenteuer vorbereitet. Sie haben Routen ausgearbeitet, Sponsoren gesucht und haben im November mit Teamgeist und Humor den letzten Härtetest an den verschneiten Hängen des Montblanc bestanden. Vor allem aber haben sie ihr symbolträchtiges Anliegen publik gemacht. Dass der Vatikan genauso wie der Dalai Lama den Abenteurern seinen Segen gab, Kofi Annan das Projekt genauso unterstützt wie Schimon Peres, Jassir Arafat und Wolfgang Thierse, war der erste große Erfolg der acht, bevor sie überhaupt an Bord der "Pelagic Australis" gingen.
Keins der Crewmitglieder glaubt, dem Nahen Osten mit ihrer spektakulären Antarktis-Reise den Frieden bringen zu können. Doch sie alle glauben daran, dass es die einzelnen Menschen sind, die den Unterschied machen. Die vorleben können, dass man mit Courage, gegenseitigem Respekt und gutem Willen etwas erreichen kann, wenn man die eingefahrenen Denkmuster über Bord wirft. Das verbindet die vier Israelis - ein Investmentbanker, ein Rechtsanwalt, eine Linguistin und ein Profi-Bergsteiger - mit den Palästinensern, die durch eine Sportlehrerin, zwei Jugendarbeitern und einen Journalisten vertreten sind. Der amerikanischen Organisation "Search für Common Ground", die schon Jimmy Carter für seine Friedensinitiative auszeichnete, war diese Überzeugung schon vor der Reise eine Auszeichnung wert.
Mit an Bord der gecharterten Hochsee-Yacht ist neben Ausrüstung und Proviant für einen Monat vor allem eines: Hoffnung. Hoffnung darauf, dass das Team erfolgreich und heil wiederkommt, aber auch die Hoffnung darauf, dass die Reise Menschen in aller Welt zum Spenden ermutigt. Denn die "Extreme Peace Mission" in die Antarktis soll nur ein Anfang sein. Wenn alles klappt, soll schon im nächsten Jahr die nächste Mission starten. Dann sollen Jugendliche aus Krisenregionen durch gemeinsame Abenteuer lernen, wie man das Eis bricht.


04. Februar 2004
BREAKING THE ICE
In Santiago beginnt das Eis zu schmelzen
Müde und erschöpft sind die Teilnehmer der Friedensmission in Chile angelangt. Die Expedition ist zu Ende, doch die Begegnung mit der Idee "Breaking the Ice" beginnt erst. Zum ersten Mal begegnen sich die jüdische und die palästinensische Gemeinden Santiagos.
Samstagabend, 31. Januar
Rückflug von Ankunftshafen Puerto Williams über Punta Arenas in die Hauptstadt Santiago. Am Flughafen warten jüdische und palästinensische Bürger Santiagos gemeinsam auf die Expeditionsmitglieder - eine Premiere, da die beiden Gemeinden bislang keinerlei Kontakt miteinander hatten. Rabbi Roberto Feldman freut sich, Mario Nazal, Direktor der PF (Palestinio Fundacion), kennen zu lernen. Die PF vertritt rund 350.000 Palästinenser in Chile.
Da der Empfang am Sabbat stattfand, hatten die Palästinenser den Großteil der Vorbereitungen im Alleingang übernommen. Rabbi Feldman: "Mario hatte alles in bester palästinensischer Gastfreundschaft organisiert, die Stimmung war gut, und wir fühlten uns sehr wohl." Presse war anwesend, hielt sich aber im Hintergrund: Die Fragen ans Team kamen von den Juden und Palästinensern Santiagos - sich traditionell feindlich gesonnen, aber gemeinsam in der Diaspora.
Schnell drehte sich das Gespräch um die Motivation von "Breaking the Ice". Ziel der Expedition sei es, ein Leitmotiv für Jugendliche und damit auch für die Arbeit mit Jugendlichen zu geben, so Heskel Nathaniel, Initiator der Expedition. Die Extreme Peace Missions planen Projekte mit Jugendlichen unter dem Titel "Breaking the Ice". Dabei sollen extreme und abenteuerliche Erfahrungen Jugendliche zusammenführen, die sich bislang eher feindlich gegenüber stehen.
Die anwesenden Juden und Palästinenser sehen Spielraum für diese Idee auch in Chile. Und als Ergebnis des Abends steht fest: Die beiden Gemeinden werden gemeinsam überlegen, wie sie Jugendliche zusammenbringen. Alle wissen, dass bis dahin noch viele "Wenn" und "Aber" zu lösen sind, das Misstrauen ist groß, Verletzungen auf beiden Seiten sind immer präsent. Dennoch: Ein Anfang ist gemacht, Adressen wurden ausgetauscht, und wer dabei war, der wird diesen Abend als Leitmotiv erinnern.
Die Tage zuvor hatten Rabbi Feldman und Mario Nazal erstmals und zunächst per Email Kontakt zueinander aufgenommen. Der Kontakt wurde vermittelt über den Jewish Palestinian Living Room Dialogue aus Kalifornien - diese Gruppe aus Juden und Palästinensern trifft sich regelmäßig und arbeitet dafür, dass ähnliche Gruppen auch anderswo entstehen. Len Traubman, Gründer des Living Room Dialogue, ist optimistisch: "'Breaking the Ice' ist ein hervorragendes Werkzeug, um Menschen zusammenzubringen. Die Geschichte ist phantastisch, abenteuerlich und anregend. Jeder will wissen, wie es mit 'den anderen' war - und aus dem Fragen wird eine unvergessliche Begegnung."
Die Zeit bis zum Abflug am Dienstagvormittag verbrachten die Expeditionsteilnehmer wie ganz gewöhnliche Touristen im Hotel und mit Ausflügen durch die Stadt.


27. Januar 2004
BREAKING THE ICE
Zurück aus dem Eis
Ihre Ankunft in Puerto Williams steht kurz bevor: Nachdem das Team der israelisch-palästinensischen Friedensmission fünf Tage wegen Sturm an der Küste der antarktischen Halbinsel festsaß, hat es die Überquerung der tückischen Drakepassage nun fast hinter sich und wird am Abend in dem chilenischen Hafen erwartet.
Freitag, 23. Januar 2004


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Das Team der Friedensmission: Noch ist die Drakestraße nicht überquert
Seit fünf Tagen sitzt das Team der israelisch-palästinensischen Friedensexpedition in einer Bucht fest. Das Wetter ist zu stürmisch zum Segeln. Die Überquerung der Drakestraße steht kurz bevor, da die "Pelagic Australis" schon am oberen Ende der Gerlache Straits liegt. Doch auch heute Mittag ist noch unklar, ob die Expedition morgen in See stechen kann.
Morgen, am Samstag, müssten die Segelboote spätestens aufbrechen, damit sie pünktlich wie geplant am 28. Januar in Puerto Williams eintreffen.
Dienstag, 27. Januar 2004
Die "Pelagic Australis" hat die antarktische Halbinsel bei stürmischen Wetter verlassen und ist sicher durch die Eisberge gesegelt. Am Montagabend überquerte sie den 60. Grad südlicher Breite und verließ damit offiziell die Antarktis. In einem Telefongespräch berichtete Heskel Nataniel, wie es den Teammitgliedern geht, wie müde und erschöpft sie alle wären.
Das Team beginnt gerade erst die Dynamik zu begreifen, die sich in den letzten Tagen entwickelt hat: Mit der Hilfe von Len und Libby Traubmann, Koordinatoren der Jewish-Palestinian Living Room Dialogue Group in Kalifornien, fangen die jüdischen und palästinensischen Gemeinden in Santiago an, miteinander zu kommunizieren. Sie planen, die acht Israelis und Palästinensern in Santiago willkommen zu heißen und ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre erstaunliche Geschichte an einem öffentlichen Ort in Chile zu erzählen.
Die Expedition wird am Dienstagabend in Puerto Williams erwartet.


16. Januar 2004
BREAKING THE ICE
Eine Botschaft nach Hause
Es ist geschafft: Die israelisch-palästinensische Friedensmission hat "ihren Berg" erreicht und ihm einen Namen gegeben. Tränen fließen und eine Champagnerflasche wird geköpft.
Donnerstag, 15. Januar
15 Tage nachdem die Yacht "Pelagic Australis" in Puerto Williams in See stach und nach einem Tag Verspätung durch dasa schlechte Wetter haben die Mitglieder der israelisch-palästinensischen Antarktisexpedition "Breaking the Ice" heute ihr Ziel erreicht: den Gipfel des bisher unbestiegenen Berges nahe Prospect Point auf der antarktischen Halbinsel, und sie widmen ihren Erfolg dem Frieden.


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"Berg der israelisch-palästinensischen Freundschaft"
Starke Winde und Schnee begrüßen die Teammitglieder am Donnerstag, als sie am Morgen des anvisierten Gipfeltages aufwachen. Der israelische Expeditionsleiter Doron Erel und der Bergführer aus Chamonix, Denis Ducroz, diskutieren, ob es sinnvoll ist, die geplante Route zum Gipfel zu nehmen, die die im Eis unerfahrenen Israelis und Palästinenser über gähnende Gletscherspalten führen würde. Nach einer Stunde geben sie dennoch grünes Licht. Das Team wird sich zum Gipfel aufmachen.
Mit Harscheisen und Eispickel ausgerüstet, steigen die Teammitglieder langsam über den Gletscher, der zur felsigen Teil des Berges führt. In zwei Seilschaften à vier Personen sind sie nicht nur symbolisch aneinander gebunden: Diese Israelis und Palästinenser übernehmen Verantwortung für das Leben der anderen in der Kette.
Die Wolken erschweren es, den Gipfel zu finden. Doch schließlich, um 16 Uhr, nach viereinhalb Stunden Kletterei, am vierten Tag des Aufstiegs und mehr als 13.000 Kilometer entfernt von ihrem Zuhause in Nahost stehen sie auf einem Fleck circa 1000 Meter über dem Meeresspiegel, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist.
Auf dem Gipfel verliest der Organisator der Expedition, Heskel Nathaniel, eine von der gesamten Expedition verfasste Erklärung. Sie drückt den Glauben der acht aus, dass Israelis und Palästinenser ihre großen Differenzen ohne Gewalt lösen können. Heskel verkündet dann die Entscheidung des Teams, die nach Tagen der heißesten Diskussionen gefallen ist: den Berg auf "Berg der israelisch-palästinensischen Freundschaft" zu taufen.
Der Name scheint wenig spektakulär, aber er spiegelt die gemeinsame Erfahrung der Teammitglieder wider. Die Israelis und Palästinenser waren vor diesen 15 Tagen einander noch total fremd und haben gelernt, zusammen zu leben, zu arbeiten und sogar zu lachen. Sie haben beschlossen, die vergebliche Suche nach einer Einigung zum Frieden auf politischer Ebene zu Gunsten einer Annäherung auf persönlicher Ebene aufzugeben.
Die Feier auf dem Gipfel ist unförmlich und etwas unterschiedlich: Die drei palästinensischen Männer knien nieder zum muslimischen Gebet. Die Israelis köpfen eine Flasche Champagner für alle. Der Palästinenser Ziad Darwish ist zu Tränen gerührt: "Dieser Moment ist so wunderschön: zu sehen, dass Israelis und Palästinenser dieses gemeinsam geschafft haben. Und zu Hause tun wir uns gegenseitig all diese schrecklichen Dinge an."
Der israelische Bergführer Doron Erel ist erleichtert: "Die Israelis und Palästinenser haben etwas Einzigartiges zusammen gemacht, etwas, was eine derartige Zusammenarbeit und ein derartiges Engagement benötigt, das du - wenn überhaupt - selten bei uns findest. Ich kann nicht sagen, wie froh ich bin, wie gut wir miteinander ausgekommen sind und wie gut jeder Einzelne sich verhielt. Keiner glaubt, dass wir durch Bergsteigen Frieden bringen. Doch jeder sollte wissen, was Israelis und Palästinenser schaffen, wenn sie es nur wollen. Ich hoffe, dass das die Leute zu Hause denken, wenn sie hören, was wir geschafft haben."
Und dieses Signal will die Friedensmission ins Eis an ihre Völker zu Hause schicken: Wie das Bergsteigen benötigt auch Frieden ein großes Engagement. Diese Israelis und Palästinenser haben sich aufgemacht in die Antarktis, um diese Botschaft nach Hause zu schicken.


BREAKING THE ICE
"Pelagic Australis" ist vom Eis eingeschlossen
Der erste Tag auf dem Eis. Mit Schneeschuhen, Rucksäcken und hinter sich das schwere Gepäck auf Plastikschlitten bricht die israelisch-palästinensische Expedition auf zu "ihrem" Berg. Der Berg, dem sie einen Namen geben werden, der ihre Sehnsucht nach Frieden symbolisieren soll.
Montag, 12. Januar
Als die Teilnehmer der Friedensmission diesen Morgen erwachen, sind sie bereit, die mehrtägige Wanderung über das Eis in Angriff zu nehmen. Aber die Natur hat sich gegen sie verschworen: Die "Pelagic Australis" ist von Eisbergen und Meereseis eingeschlossen. Mehrere Stunden der Organisation und ein flinkes Betakeln von Seiten des Kapitäns Skip Novak sind nötig, bevor es endlich gelingt, Menschen und Ausrüstung ans Ufer zu transportieren. Auch dann vergehen noch einige Stunden, bis alles zum Aufbruch bereit ist.


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Endlich sind sie fertig. Mit Schneeschuhen, Rucksäcken und hinter sich das schwere Gepäck auf Plastikschlitten bricht die Expedition auf. Leiter Doron Erel ordnet an, dass sich die acht Israelis und Palästinenser in zwei Vierergruppen mit Seilen aneinander binden. Wann immer sie sich in den nächsten Tagen in Bewegung befinden, werden sie in der Seilschaft sein - eine Sicherheitsmaßnahme gegen die zahlreichen tiefen Gletscherspalten, die von einer dicken Schneeschicht verdeckt sind. Falls ein Mitglied des Teams in ein Loch fallen sollte, müssen die anderen schnell reagieren und ihn wieder herausziehen. Ohne Seile - und Teamwork - würde sich die Gefahr vervielfachen.
In der Nacht vor dem Aufbruch stritt die Gruppe über den Namen, den sie dem bisher noch unbestiegenen und daher auch unbenannten Berg geben wollen - ein Name, der ihre Sehnsucht nach Frieden symbolisieren soll. Wie üblich verstrickten Avihu und Nasser sich in ihrer Argumentation und waren bei jeder Nuance eines neuen Vorschlags von dem jeweils anderen unterschiedlicher Meinung. Schließlich lag es an Heskel und Ziad, für Ruhe zu sorgen. Und auch wenn sich die Gemüter dann abkühlten, blieb die Diskussion jedoch vorerst ohne Ergebnis.
Das Besondere an dieser Friedensexpedition ist, dass eben Nasser und Avihu, die am Abend noch so zerstritten waren, am nächsten Morgen aneinander gebunden in derselben Seilschaft die ersten Schritte machen, aufeinander angewiesen und sich gegenseitig helfend. Immer wieder zeigen die Teilnehmer der Expedition, dass sie in der Lage sind, gut zusammenzuarbeiten auf einer persönlichen Ebene, unabhängig von ihren politischen Differenzen.
Ihr Glück an diesem Tag ist, dass das außergewöhnlich schöne antarktische Sommerwetter weiterhin anhält. Deshalb tragen die meisten nur ihre Thermounterwäsche - und sparen sich Lagen wärmerer Kleidung für kältere Tage. Alle werden noch mal daran erinnert, sich gut mit Sonnencreme einzureiben, da die Strahlung nicht zu unterschätzen ist.
In dieser Zeit des Jahres wird es hier im Süden nie richtig dunkel. Die Sonne verbirgt sich gerade so hinter dem Horizont, und der Himmel bleibt die Nacht hindurch erleuchtet. Und so können die Teilnehmer, während sie ihr nächstes Camp errichten, die Zelte aufbauen und die Schlafsäcke entrollen, einen phantastischen Blick genießen: links das Meer mit vereinzelten Eisschollen, eingerahmt von den schneebedeckten Bergen im Hintergrund; rechts und viel näher als in den vorherigen Tagen, der Berg - auf den bisher noch kein Mensch einen Fuß gesetzt hat. Ihr Berg.
Die dunkelbraunen Hänge des Berges werden von leuchtend weißem Schnee abgegrenzt - bis hin zum Gipfel. Ihrem Gipfel. Wenn das Wetter so bleibt, werden sie ihn in zwei bis drei Tagen erreichen.
Als sich das Team im Camp niederlässt, beginnen die Kocher zu zischen und bringen zunächst Tee, dann Suppe, dann Nudeln hervor. Ein willkommenes warmes Essen inmitten einer gefrorenen Landschaft.
Colin bringt jedem ein paar Tai-Chi-Übungen bei. Jeder bekommt noch eine weitere Tasse Tee. Dann ziehen sich die beiden Frauen für die Nacht auf dem Eis zurück in ihr gemeinsames Zelt - die arabische Israelin Olfat und die äthiopische Jüdin Yarden.
Bald sind auch die anderen müde genug, ihre Zelte aufzusuchen. Der letzte Kocher wird ausgemacht, und nachdem der letzte Zeltreißverschluss hochgezogen ist, wird es still: Eine der letzten Nächte vor dem Ziel hat begonnen.


Samstag, 10. Januar
Nachdem die beiden Schiffe in einer kleinen, geschützten Bucht in der Nähe der ukrainischen Forschungsstation "Vernadsky" Anker geworfen haben, gibt es nicht viel mehr zu tun, als die Abendwärme zu genießen und Pisco zu trinken. Das chilenische Mixgetränk aus Rum, frisch gepressten Limetten, Eis, geschlagenem Eiweiß und Puderzucker ist beinah ebenso bizarr wie die Umgebung. Die Forschungsstation Vernadsky ist unter Antarktis-Reisenden auch als südlichste Bar der Welt bekannt - an diesem Abend werden wir herausfinden warum.


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Die "Pelagic Australis" nähert sich Prospect Point: Wie findet man Aussagen, die von allen akzeptiert werden, und die dennoch stark genug sind
Während die Teilnehmer der Expedition, die Bergführer, Schiffscrew und Kommunikationsspezialisten zwischen den Booten und der Station hin und her laufen, entwickelt sich fast unbemerkt eine Party. Vladimir, Vladimir, Vladimir und Yevgeny sind zwei ukrainische Forscher, der Stationschef und der Koch. Sie kommen mit einer Flasche Wodka als Willkommensgeschenk.
Schnell werden die Gläser gefüllt, und die Toasts sind ein Zeichen internationaler Freundschaft. Der Schiffsarzt, Arik Shechter, der aus der Ukraine nach Israel einwanderte, hilft bei der Übersetzung, aber die Begründungen für das nächste Anstoßen werden weniger und weniger deutlich und stoßen auch auf immer weniger Interesse bei den Beteiligten.
Als eine Geste der Gastfreundschaft lädt die Crew der "Pelagic" die ukrainischen Freunde zu einem Abendessen an Bord mit gebratenem Lamm, Kartoffelpüree mit Karotten sowie reichlich Wein und Wodka. Alle Versuche einer ernsten Unterhaltung erweisen sich sehr bald als vergeblich.
Nasser Quass, ein Muslim, der keinen Alkohol trinkt, scheint von der Stimmung ganz berauscht. "Ich glaub nicht, was ich hier sehe," sagt er. "Guck dir all diese Israelis, Palästinenser, Franzosen, Amerikaner und Ukrainer an - alle an einem Tisch und alle haben sie Spaß. Jeder spricht eine andere Sprache, und es macht nichts aus, ob man sich wirklich versteht. Sie haben einfach nur eine gute Zeit zusammen. Zu Hause wird mir niemand glauben, wenn ich sage, dass es das ist, was ich in der Antarktis entdeckt habe."
Sonntag, 11. Januar
Prospect Point, Antarktis, 66 Grad Süd, 65 Grad West
Die "Pelagic Australis" gleitet sehr behutsam durch die schwimmenden Eisschollen entlang der Küste der antarktischen Halbinsel. Vor einer Woche noch war das Eis in der Bucht zugefroren und Prospect Point für Schiffe unerreichbar. Heute segeln wir bis nahe ans Festland heran.
Aufregung an Bord des Schiffes: Die "Breaking the Ice "-Expedition sieht den Berg, der in einigen Tagen bestiegen werden soll - den Berg, von dem aus die Welt hören soll, dass Menschen aus zwei verfeindeten Völkern sehr wohl all die geschichtlich begründeten Differenz beiseite lassen können, um zusammen an einer besseren Zukunft zu arbeiten.
Vom Schiff aus sieht der Berg nicht sehr hoch aus. - aber die Entfernungen können täuschen.
Das Wetter ist phantastisch - sonnig und warm, windstill und ein Himmel ohne Wolken. Alle an Bord sind leicht bekleidet - ohne Handschuhe oder Mützen. Da die Sonnenstrahlen im Wasser stark reflektieren, sind Sonnenbrillen en vogue - und wir alle hoffen, dass das Wetter für die nächsten Tage so bleibt, um einen reibungslosen Trek durch das Eis zu ermöglichen.
Dennoch, die Expedition muss auf alles vorbereitet sein - also wird dieser Tag genutzt. Skistöcke, Schneeschuhe, Essen und Kochutensilien, Seile und Zelte werden gesammelt, gezählt, auf Vollständigkeit überprüft. Hinten an Deck hilft Kommunikationsspezialist Tony Robinson dem Medientechniker Mario Dieringer die tragbare Satellitenstation, den Generator, Treibstoff und die Computer zusammenzupacken und zu testen. Insgesamt 150 Kilogramm schleppen die Teilnehmer mit aufs Eis, um TV-Material in alle Welt schicken zu können.
Der Expeditionsarzt Arik Shechter stellt seine medizinische Versorgung zusammen - von Aspirin zu chirurgischen Werkzeugen, startklar für jede Eventualität, die den Teilnehmer begegnen können. Kameramann Colin Rosin ist immer zwischendrin dabei und fängt Bilder ein. Denis Ducroz, leitender Bergführer der Expedition, sowie der Kapitän der "Pelagic Australis", Skip Novak, machen sich auf den Weg, um die Route auszukundschaften. Avihu und Suleiman laden währenddessen die Ausrüstung in die Schlauchboote und fahren sie an Land. Bei dem Fußmarsch werden die Schlitten mit all dem beladen, was zu schwer oder zu groß ist, um auf dem Rücken getragen zu werden.
Die Vorbereitungen dauern beinahe den ganzen Tag. Ist die Gruppe erst unterwegs, gibt es kein Zurück mehr.
Die Zusammenarbeit steht in krassem Gegensatz zu der erhitzten Debatte vom Abend zuvor. Dabei wollten die Expeditionsteilnehmer einen gemeinsamen Text für die Deklaration formulieren, die sie auf dem Gipfel verlesen. Gesucht sind Worte, die starken Widerhall sowohl bei Israelis als auch bei Palästinensern finden.
Wie findet man Aussagen, die allgemein genug sind, um von allen akzeptiert zu werden, und die dennoch stark genug sind, um die eigentliche Botschaft zu liefern? Die Unterhaltung begann zunächst ruhig. Heskel schlägt vor, dass die Erklärung die einfache Tatsache beinhalten sollte, dass das Team zu dem Schluss gekommen ist, dass Israelis und Palästinenser zusammen in Frieden leben können.
"Das ist das, was wir hier untereinander feststellen," sagt Heskel, "Wir sind nun seit zehn Tagen zusammen - seht, wie wir zusammen auskommen. Das sollte unsere Botschaft an die Welt sein: dass wir es können und dass es getan werden kann." Der Vorschlag stieß auf breite Zustimmung.
Die Atmosphäre lud sich auf, als Suleiman vorschlug, dass die Erklärung doch detaillierter sein müsse und eine Ablehnung gegenüber der Mauer beinhalten solle, die gerade von Israel gebaut wird. Doron bemerkte dazu, dass es nicht der Sinn der Expedition gewesen sei, dem Ganzen eine politische Note zu geben. Dass es um Menschlichkeit ging und gehen sollte.
Als Ziad vorschlug, dass die Erklärung jegliche Gewalt ablehnen sollte, argumentierte Avihu, dass Israels Aktionen gegen die Palästinenser keine Gewalt sein, sondern eher Selbstschutz. Je länger die Unterhaltung dauerte, umso bitterer wurde sie. Avihu wurde wütend, als Nasser argumentierte, dass Israel und die Juden kein eigentliches Recht auf das hätten, was sie den Tempelberg Jerusalems nennen - dort, wo die al-Aksa-Moschee steht, habe es nie einen jüdischen Tempel gegeben.
Nasser war ungehalten, als Yarden den Chef der palästinensischen Autonomiebehörde einen Terroristen und Mörder nannte. Ziad verließ den Raum und behauptete, dass die Unterhaltung zum Forum für Sensationsgehabe verkommen sei. Und Olfat, die die ganze Zeit etwas abseits gesessen hatte, erschien wie gelähmt durch die aggressive Atmosphäre. Später brach sie in Tränen aus.
Aber ungeachtet dieser Differenzen waren alle Teilnehmer am nächsten Morgen zurück an Deck, um bei der Vorbereitung und dem Zusammenstellen der Ausrüstung zu helfen.
Spät am Nachmittag steht das erste Basislager. Die Zeit ist da, physische und mentale Fähigkeiten zu testen und zu beweisen, dass das Eis sich brechen lässt.
26.9.06 11:57


Historical Journey

Palestinian-Israeli history is being made, as you read this.
A LONG read -- 7 pages -- yet the best kind of hopeful human epic.
It's new and courageous -- Jews and Palestinians discovering a new place and one another.
As eight unlikely Holy Land partners -- women and men -- brave the next days and weeks together "Breaking The Ice" in Antarctica, we will shorten and send you excerpts from their Daily Log.
You can sail and trek with them, and make their shared adventure "yours."

If you want these stories on your neighbors' doorsteps, you can also point your local newspaper editors to the full Daily Log of "Breaking The Ice" at:
http://www.breaking-the-ice.de/WebLog/b2/
There are photos. And daily video clips are available for your television newcasters, too.
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BREAKING THE ICE -- Daily Log -- December 25th to January 4th

Thursday, 25 December 2003

BBC News

A group of Israelis and Palestinians aim to prove that the two communities can work together -- by staging a joint expedition to Antarctica.
The project -- called "Breaking The Ice" -- will take the eight-member team from Patagonia in southern Chile to the top of an unnamed peak (which they'll name).
The four Israelis and four Palestinians come from a variety of backgrounds.
Two of the Israelis are former members of elite commando unit of the Israeli army, and one of the Palestinians served three years in prison for firebombing Israeli troops.
"They're not all 'peaceful pigeons'," says Mr. Nathaniel (project initiator).
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Sunday, 28 December 2003

On the road (Punta Arenas, Chile)

The expedition group has just arrived in Punto Arenas, Chile. . . in great spirits. . .relieved that they are almost complete now and that all the technical equipment needed is with them. They flew from Tel Aviv via Barcelona to Madrid, where they picked up satellite communications engineer Tony Robinson and production editor Mario Dieringer as well as mountain guide Denis Ducroz who joined from Berlin, London and Geneva respectively. Still missing is Nasser Quass, who had to fly from Jordan and will be meeting the group in the next few hours. Tomorrow, they will set up the satellite transmission equipment for a final test, transmitting video footage shot before and during the flight - which will already be available to broadcasters.
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Monday, 29 December 2003

The team is complete!

Palestinian expedition member Nasser Quass received a warm welcome when he arrived in Punta Arenas on Monday, a day after the others. Nasser was forced to delay his departure from the Middle East due to a last minute diplomatic mission assigned to him by Palestinian Authority Chairman Yasser Arafat.

Before leaving for Chile, Nasser first set off for Cairo, where he joined a delegation of Palestinians sent to apologize to the Egyptian government for the rough reception its foreign minister had received the week before at the hands of Islamic extremists in Jerusalems Al Aksa mosque. There, they had thrown shoes at him in protest against Egypts efforts to help mediate a cease fire between Israel and the Palestinian Authority.

While awaiting his arrival, the other expedition members took a look around this city of 100.000, located along the Straights of Magellan, named after 16th century Portuguese explorer Ferdinand Magellan who was the first to circumnavigate the globe. They had a last minute shopping list. . .their purchases included large quantities of motion sickness remedies, meant to ease the days ahead.
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Tuesday, 30 December, 2003

Leaving Punta Arenas

Today. . .packing up and getting ready to move. . .the team shuttled southward to Puerto Williams, the southernmost town on the face of the earth. It is there that theyll get their first look at the Pelagic Australis and the Pelagic, two small sailing yachts that will take them across the thousand kilometer wide Drake Passage. Separating South America from Antarctica, the Drake passage is known for its stormy weather, considered by sailors to be the roughest patch of sea on the planet.

Wednesday, the last day of the year 2003, the team will be busy with equipping the yachts. . .After months of excitement and preparation, it does get real pretty soon. Once once the yachts have left the harbour, there will be no way back.
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Wednesday, 31 December 2003 -- New Year's Eve

Ice Breakers Reach the Waters Edge

At the end of Patagonia and the beginning of their adventure, the eight Israelis and Palestinians of the Breaking the Ice peace expedition reached Puerto Williams at the southern tip of Chile, flying in on an aircraft so small that it had to make two round trips to accommodate the team and all its trekking equipment. One of the surprises of the flight came when they discovered that the man piloting the Twin Otter bush plane was Osman Assad, himself a third generation Palestinian immigrant to Chile.

At first glance Puerto Williams (pop. 2500) looks like a shantytown. This remote outpost anchors Chiles hold on the regions rich mineral deposits and forest lands against claims from neighboring Argentina that, in the past, have fueled conflict between the two nations.

After settling into two small guesthouses. . .the team members made their way down to Puerto Williams tiny yacht basin for their first encounter with Pelagic Australis and Pelagic, their two sailing vessels.

Another full day of preparations. . .before the team sets to sea on January 1. . .expected to play an active role in crewing the yachts. With virtually no sailing experience, theyll have to learn everything. . .weigh anchor. . .hoist sails. . .flush marine toilets. . .seasickness and how to deal with it.

On the morning after, with Palestinian Ziad Darwish cutting vegetables for salad and Israeli Avihu Shoshani scrambling eggs, they enjoyed one of the last meals theyre assured of being able to keep down before they sail onto the waves in pursuit of their objective -- Breaking the Ice.

Tonight. . .all their equipment stowed, these peacemakers will join the rest of the world in celebrating the beginning of 2004. Far from their families and friends, theyll usher in the New Year with wishes that it may be far better -- and far more peaceful -- than the one theyre leaving behind.
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Thursday, 1 January 2004 -- New Year's Day

Set out on sea

At the first minute of the new year, the team raised their cups in celebration, trading hugs and kisses and best wishes for the year ahead. The New Year's party, held in a tiny Chilean Navy outpost at the southern tip of South America, brought together four Israelis and four Palestinians -- people far more accustomed to confrontation than expressions of affection. They traded toasts of "lechaim" and "sacha", wishing one another "life" and "health", and hoping aloud that 2004 will be better than 2003, 2002, 2001 and any number of other years before these.

Early the next morning, at an hour when most people around the world were contemplating a day of relaxation, the team was busy making final preparations on Pelagic Australis, the ocean-going yacht that will carry them to the Antarctic Peninsula. The Israeli expedition leader, Doron Erel, stowed mountaineering gear in the boats forward hold, helped by Palestinian team member Nasser Quass. The realization that Erel once served in an elite Israeli army combat unit -- and that Quass spent three years in an Israeli prison for throwing a Molotov cocktail at Israeli troops -- lent special poignancy to an otherwise prosaic moment.

The dream is for real (In the Beagle Channel, Chile)

Pelagic Australis skipper, Steven Willis, had good news: the weather forecasts for the unpredictable Drake Passage showed a window of opportunity. The preparations moved into high gear and the realization crept in that the dream of Israeli businessman Heskel Nathaniel was about to become a reality. It was about a year ago that he first conceived the idea of combining his love of extreme sport with his desire to do something to advance the cause of peace in the Middle East. The result was what most of his friends told him was an absolutely crazy idea: taking a group of Israelis and Palestinians to Antarctica to see if they were capable of working together in order to do things most people never attempt.

"I knew that to make it across the Drake Passage, to trek 20 miles across Antarctic glaciers and to reach the peak of a mountain that no one had ever climbed before would demand real teamwork. And I knew that if we could succeed it would send an important message to both our peoples and the whole world. We have to prove that we can do the impossible. Thats the same challenge we face in making peace."
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Friday, 2 January 2004

Iceberg's tip surfacing (Drake passage)

Psychological challenges will play a major role. How will Israeli Special Forces veteran Avihu Shoshani be able to overcome his distaste for the actions of Suleiman al-Khatib, a Fatah Organization activist? As al-Khatib made a farewell phone call to Yasser Arafat, Shoshani stood on the side shaking his head. "Just like that old guy, Suleiman was also in jail for attacking Israelis. Now he says hes abandoned violence in favor of diplomacy. So whys he making a folk hero out of a guy who murdered Jews?"

Thats just one iceberg tip out of many that are bound to surface during the weeks ahead as the group makes its way further southward. As they begin to understand that the routine of round-the-clock on-deck watches, cold weather and seasickness is more than a one day "experience" these voyagers from the Middle East are likely to find their nerves fraying fast. Yet all of them know that their success and safety depend upon overcoming their differences and working together in a way that, should they succeed, will truly set a new precedent for their peoples.

Drake passage

Brief contact via Iridium. Another 36 hours to go. Bit of a rough sea, half the crew is seasick, the second boat is out of sight as the Pelagic Australis is much faster. Although cameraman Colin Rosin is not that chirpy himself, they will transmit some video footage in the next few hours. Broadcasters get in touch with bti@arcast.de

In the Drake

This is not a pleasure trip. . .seas are rough. . . accommodations are Spartan. Nobody sits back waiting to be served. Everybody is expected to pull his or her weight. In the middle of their way across the Drake Passage, between. . .Puerto Williams, Chile and. . .the Antarctic Peninsula. . . learning what it means to take part in an 'extreme adventure'. . .standing watch on the deck of Pelagic Australis. . .four hours on and four hours off. . .throughout the day and night, rain or shine, wearing thick, heavy storm suits and boots to help ward off the cold and wet. . .trussed in harnesses and clipped onto safety ropes to prevent falling into seas so cold they promise a speedy death to any who remain in them. . . learning enough seamanship to assist the watch leader in trimming, hoisting, furling and unfurling a complex arrangement of sails connected to an even more complex array of ropes, pulleys and winches -- all with names unfamiliar to Middle Eastern landlubbers. . .a wealth of nautical terms and concepts to digest.

Olfat Haider, the Arab-Israeli physical education teacher from Haifa, has become a standout sailor, spending long hours on deck adjusting the rigging and looking at the sea. Watching her watching the waves, I remembered how, two months ago, she told me that she'd love to take a break from the grind of Middle Eastern life and set off to experience the world.

In his or her own way each of the expedition team members is learning. . .Drake Passage and the challenges it presents to sailors. . .large ocean swells on the best of days. . .quickly moving storms on the worst. . .Even in these summer months (in the southern hemisphere), the Drake is grey, windy, misty and cold, with unpredictable weather that can put sailors at peril with little or no advance warning.

In a vessel like Pelagic Australis. . .smaller. . .the passengers feel every wave, every change in wind conditions and every rock and roll of the boat. For some. . .the experience has been more than extreme. Palestinian team member Suleiman el-Khatib survived a decade in Israeli prisons, but succumbed almost immediately to seasickness, spending most of his time between his berth and the nearest toilet. Video cameraman Colin Rosin shares that fate.

For those who still have their appetites, Palestinian journalist Ziad Darwish is putting on a star performance in Pelagic Australis' modest galley, whipping up one gourmet meal after another, seemingly undisturbed by the fact that everything is in constant motion. As the boat pitches and rolls, poured liquids veer to unexpected destinations. Plates slide from one place side to another. And anything not firmly held down seems to take on a life of its own.

As we look off into the waves. . .not a speck of land in sight. . .navigating perilous waters, known for their ability to surprise and punish. . .Yet, aboard Pelagic Australis all seems calm.

As the hours go by. . .one shift of the watch replaces the next. . .Every shift pairs Israelis and Palestinians. . .they carry out their duties. . .developing the relationships that will be essential to the success of the extreme adventure.
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Saturday, 3 January 2004

Past the 50s (Among the South Shetland Islands)

The Pelagic Australis has just crossed 60 S, now truly being in Antarctic Waters. . .a book found on the boat describes what some of the crew (especially seasick Suleiman and cameraman Colin) really don't want to hear:

"You've noted the way cyclonic movements race across the Southern Ocean. . .shifts of winds. . .It's the same off the Horn, except the wind is madder there. . .seas higher, ice nearer. . .You get no sleep. . .You'll get so wet for so long that your skin will come off with your socks, if you get the time to take them off. But with luck you'll get past Cape Horn and by the grace of god, you won't kill anybody."

On Saturday afternoon, the serenity began slipping away. . .sea and air temperatures drop dramatically, affected by the ice mass of the still distant frozen continent. . .clear skies and endless vistas we'd enjoyed since leaving Chile gave way to a dismal, claustrophobic fog. . .the brisk breezes that had pushed us along began building, growing into gale force winds of up to 65 km/h. . .the world was about to turn on its side.

Stormy night

The storm hit us. . .a wild, dramatic clash of weather systems. . .After two days of smooth sailing. . .beginning to think that the horror stories. . .sailing across the Drake Passage from Chile to Antarctica. . .some were seasick and others drowsy from pills to prevent seasickness.

During watch shifts on deck. . .Yarden and Nasser had time to ponder the vast southern ocean, its emptiness punctuated only by the occasional appearance of a solitary Great Wandering Albatross or a duet of Cape Petrels. . .Both come out here in search of food, covering incredible distances. . .With no land in sight and no place to rest, it's difficult to imagine their existence.

Pelagic Australis was severely buffeted. . .tilted to a 45-degree angle. . .the expedition team wondering where to find the floor. . .on deck, waves crashed over the bow, showering the watch with icy spray. . .there was no distinction between experienced sailors and rank beginners. . .everyone was pitched to and fro as they tried to move about the interior of the boat. . .Climbing in and out of berths became an acrobatic challenge. . .Pouring a glass of water required guessing the correct angle -- and always getting it wrong. . .Using the head (toilet) became an indescribable experience that everyone, of course, felt absolutely compelled to describe. . .Their laughter showed that on this subject, at least, these Israelis and Palestinians seem to be in total agreement.

But the humor gave way to seriousness when Olfat Haider finished her trip to the head with a flying leap, back first, into a handrail. The expedition's physician, Arik Shechter, treated her for a severe bruise to the pelvis but told her she could expect a full recovery.
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Sunday, 4 January 2004

By Sunday morning the worst was over. . .winds began to drop . . .seas were somewhat calmer. . .Those of us who poked our heads above deck discovered. . .the real saga had just begun. We had reached the land of the icebergs.

Most of us have encountered icebergs in the pages of nature magazines, school textbooks or television programs. Every Israeli and Palestinian schoolchild knows (or is supposed to) that what we see is only the tip of the iceberg, that at least three-quarters of its mass is hidden beneath the surface of the water. This theoretical knowledge spawns many comparisons, including those that liken the enormity and depth of the Israeli-Palestinian conflict to an iceberg: their genuine complexity and intractability have exceeded the ken of all erstwhile peacemakers to date.

This morning. . .Israelis and Palestinians of the Breaking the Ice expedition saw icebergs with their own eyes -- up close, from the deck of a small sailing yacht. . .dwarfed by massive, moving white mountains. . .icebergs tinted blue by the pure waters of their glacial birthplaces. . .as big as cities. . . icebergs whose real size we could only guess at. . .lapped by chilly Antarctic seas.

For a moment, at least, there were no Palestinians or Israelis aboard Pelagic Australis. There were only human beings, humbled and brought together by something far greater than themselves and stimulated, perhaps, to wonder when the ice that separates their two peoples will finally thaw.

And then it comes into view. A rocky island, surrounded by scattered icebergs -- seemingly no place to visit. . .as we sail along its shore a surprise awaits. . .an opening comes into view between two rocky protuberances. . .Beyond it lays a vast expanse of water surrounded by snow capped mountains. . .a volcanic crater where once British whalers made their camp. . .Deception Island -- the first destination on our Antarctic adventure.

Tomorrow we begin to explore.
26.9.06 11:52


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